Warum die kolumbianische Insel San Andres überspringen und stattdessen nach Providencia fahren

Last updated on January 23rd, 2021 at 03:30 pm

Liebe Leser

Mein Name ist Frank und ich betreibe ein Reisebüro in Bogota, Kolumbien. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Die Insel Providencia

Nach meinem ersten Semester an der Universität Los Andes in Bogota, machte ich mich im Dezember 2015 auf, das Land besser kennenzulernen. Dazu hatte ich einige Zeit, denn die Weihnachtsferien beginnen in hier Ende November und dauern bis knapp Mitte Januar.

Nach einem überaus strengen Semester auf Spanisch (ich kam nach Kolumbien mit rudimentären Sprachkenntnissen), wollte ich zuerst einmal Strand und Entspannung, sowie Wassersport machen. Alle meine kolumbianischen Freunde rieten mir daher, nach San Andrés in der Karibik zu reisen. Die Lobeshymnen auf San Andrés übertrafen sich derweil und wuchsen in den Himmel. Die geographische Lage ist sehr interessant, da sich die Insel auf der Höhe von Nicaragua befindet, also rund 700 Kilometer von der Küste Kolumbiens entfernt.

Ich hatte mir für die ersten Tage ein Airbnb in der Hauptstadt gebucht, um mir erstmals ein Bild von der Insel zu machen und um alles zu erkunden. Die Hauptstadt von San Andrés ist leider ein typisches Beispiel planloser Entwicklung und Bauwirtschaft. Inklusive der Duty Free Shops in den Strassen, wurde ein Paradies für günstigen Massentourismus geschaffen. Mir wurde gesagt, dass die heimische Kultur durch eine sehr hohe Immigration vom Festland her, quasi verdrängt wurde.

Der knappe öffentliche Sandstrand wird von Menschenmassen belagert. Das Meer allerdings ist wunderschön und bekannt für seine 7 verschiedenen Blautöne. Leider ist aber auch in diesem Bereich einiges im Argen. Jet Skis lärmen auf dem Wasser herum und Bootsladungen voller Touristen werden direkt auf den Riffs abgeladen. Über die Konsequenzen muss ich wohl nicht weiter elaborieren.

Der Süden der Insel ist glücklicherweise nicht dermassen verbaut, und man kann diesen mit einem gemieteten Golfwagen gut erkunden. Ausser bei einigen Hotels gibt es jedoch keine weiteren Sandstrände mehr. Nach bereits 2 Tagen hatte ich den Entschluss gefasst, weiter zu reisen und evaluierte meine Optionen. Mein Kolumbien Urlaub sollte ja schliesslich auch etwas Spektakuläres beinhalten. Dabei stiess ich auf die Nachbarinsel Providencia, welche mittels Fähre innerhalb von 3-5 Stunden erreichbar ist. Noch am gleichen Tag erstand ich mir eine Überfahrt für den nächsten Tag und buchte mir ein Bed & Breakfast.

Am nächsten Morgen im Hafen fanden die üblichen Sicherheitschecks statt. Ausserdem wurden an alle Passagiere Pillen gegen Übelkeit abgegeben und es wurde empfohlen, diese sogleich zu schlucken. Die Fähre, ein Katamaran, war einigermassen gross und machte einen sicheren Eindruck. Nach 30 Minuten Fahrt jedoch, als wir aus dem schützenden inselnahen Bereich ins offene Meer vordrangen, bekamen wir den Wellengang voll zu spüren. Es wurden Plastiktüten verteilt und ein regelrechtes „Kotzfest“ begann. Ich schätze, dass nach über 4 Stunden Fahrt, sich circa 70% der Passagiere übergeben hatten.

Auf Providencia angekommen, war ich sehr glücklich, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Nach der obligaten Sicherheitskontrolle und dem Gepäckcheck brachte mich ein Taxi in meine Unterkunft. Meine Gastmutter begrüsste mich herzlich. Sie war Lehrerin in der Primarschule und erzählte mir einiges über die lokale Kultur. Auch, dass man dort Kreolisch spricht, wobei die offizielle Sprache Spanisch ist. Seit Jahrzehnten besteht ausserdem ein generelles Bauverbot, was die Immigration sowie die Entwicklung von Tourismus in Schach hält. Und fürwahr, im Gegensatz zu San Andrés ist die Mehrzahl der Einwohner auf Providencia dunkelhäutig und zu meinem Erstaunen auch sehr gross gewachsen. Viele junge Männer waren über 1.90m gross.

Die Insel ist ein Paradies! Die ersten 2 Tage war ich alleine am Strand, habe frischen Fisch gegessen und kam mir fast vor wie Robinson Crusoe. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein und alles ist sehr entspannt. Die populärste Beschäftigung für Touristen scheint das Tauchen zu sein, daher gibt es mehrere Tauchzentren. Ich habe mir sagen lassen, dass die dortige Unterwasserwelt grandios sei und man alle grossen Haie sehen könne. Da ich mich aber lieber oberhalb der Wasserlinie aufhalte, wollte ich dies nicht nachprüfen.

Nach einer Woche im Paradies und völlig entspannt, setzte ich meine Kolumbien Reise fort. Mein Fazit, ich komme wieder, aber das nächste Mal mit einer Frau und mit dem Flugzeug.

Kolumbien Reiseführer

Wer inzwischen überzeugt ist, das Kolumbien angesteuert werden soll, dem biete ich unten noch einige Navigationshilfen.

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2 thoughts on “Warum die kolumbianische Insel San Andres überspringen und stattdessen nach Providencia fahren

  1. hallo frank ich möchte mit meinem sohn vom 17.07. bis zum 25.07.ulaub auf providencia machen,dazu kommt mein neffe aus santa marta,mein sohn und ich wollten am 16.07.von deutschlands nach san andres fliegen und und dort mit meinem neffen(15 jahre)treffen um gemeinsam nach providencia zu fliegen oder mit dem schiff die insel erreichen,am 25.07.wollen wir alle gemeinsam nach santa marta fliegen,mein sohn und ich verbleiben dort noch einige tage und fliegen dann zurück nach deutschland-
    nun die frage,wie kommen wir nach providencia und wie kann ich das buchen?
    WER KANN HELFEN?

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