Besuch im Kaffeedreieck von Kolumbien

Last updated on January 23rd, 2021 at 03:08 pm

Liebe Leser

Mein Name ist Frank und ich betreibe ein Reisebüro in Bogota, Kolumbien. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Fahrt von Cali nach Armenia im Kaffee Dreieck

Auf der Fahrt von Cali nach Armenia, der Hauptstadt des Departements Quindío, machte ich einen kurzen Zwischenstopp bei Markus am Lago Calima, einem Bekannten meiner Mutter. Markus, ein Schweizer, hatte sich vor ein paar Jahren dort niedergelassen. Ich staunte nicht schlecht, als ich die Auffahrt hochfuhr. Es blüht in jedem Winkel und die Menge an Pflanzen, insbesondere Orchideen, ist bemerkenswert. Das lokale Klima scheint perfekt zu sein und für eine Beschreibung des Garten Eden könnte man jederzeit ein Foto seiner Finca verwenden. Dort könnte mir ein paar Tage Urlaub gut vorstellen.

In Armenia hatte ich eine Verabredung mit Angie. Die junge und hübsche Paisa (so nennt man die Bewohner der Region) hatte ich vor knapp 2 Jahren auf einer Wanderung in der Nähe von Salento kennen gelernt. Wir fuhren für ein Abendessen nach Filandia, einer der schönsten Kommunen der ganzen Zone. Das Dorf ist extrem hübsch und gut erhalten und bietet unter der Woche ein richtiges Dorfleben. Zudem wurde es noch nicht vom Tourismus überrannt. Man kann gemütlich zu Fuss herumspazieren und die hübschen Bauten geniessen. Ausserdem fanden wir per Zufall eine Aussichtsplattform mitten im Dorf, welche zu einem Kaffee gehört. Allerdings muss man 4 Stockwerke hochsteigen, aber die spektakuläre Aussicht ist ein guter Lohn dafür.

Nach 4 Tagen traf ich auch Sebastian wieder, er hatte sich ein paar Tage Pause mit seiner Freundin gegönnt. Dies war gut, denn Verschleisserscheinungen waren nach all den vielen Kilometern und 3 Wochen auf Achse offensichtlich. In der Folge erkundeten wir noch Pereira und das zugehörige Departement Risaralda sowie Manizales und die dazugehörige Region des Departement Caldas. Bei Gesprächen mit Behörden erfuhren wir, dass die Kaffeeproduktion in der ganzen Kaffeezone in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen hat und dass in anderen Regionen von Kolumbien inzwischen mehr Kaffee produziert wird. Trotzdem fanden wir unglaublich hübsche Fincas, wo immer noch Kaffee produziert wird und Rundgänge möglich sind. Ausserdem gibt es in der Region einige spektakuläre Übernachtungsmöglichkeiten.

Für mehr Informationen über sämtliche Aktivitäten in der Kaffeezone verweise ich gerne auf meinen Reiseführer Kaffeezone Kolumbien.

Besuch in Salento Kolumbien

Natürlich besuchten wir auch Salento und wie bereits bei meinem letzten Besuch, waren dort extrem viele Rucksacktouristen. Von einem Pferdeverleiher erfuhren wir, dass viele der Grundstücke in Salento in den letzten Jahren von Ausländern gekauft wurden. Ein langsamer Verlust der Kultur und Authenzitität ist bereits Realität. Gleichzeitig stiegen die Preise in den letzten Jahren enorm, was es für ansässige Kolumbianer nicht einfach macht. Von Salento selber waren wir nicht extrem beindruckt. Es gibt dort aber dennoch interessante Ecken, so zum Beispiel das Zentrum für Kunsthandwerk (Plaza de los Artesanos), wo noch richtig produziert wird. Ausser uns waren dort jedoch keine weiteren Besucher. Trotzdem, Salento ist das Zufahrtstor in das in der Nähe liegende Valle de Cocora, mit seinen riesigen Wachspalmen und Wanderwegen.

In der Nähe von Manizales machten wir hingegen eine erfreuliche Entdeckung. Fernab von den Massen und innert 2 Stunden Autofahrt erreichbar,  liegt Salamina. Wer jedoch dorthin will, muss wissen, dass die ganze Strecke quasi nur aus Kurven besteht. Das Dorf hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt und sich in den letzten 50 Jahren wahrscheinlich kaum verändert. Wir konnten vor Ort auch keine weiteren Touristen ausmachen. Salamina ist ausserdem eines der 17 katalogisierten nationalen Kulturgüter. Nach zwei weiteren Stunden Autofahrt erreichten wir einen spektakulären Aussichtspunkt, von dem aus man eine Unzahl an Wachspalmen bestaunen kann. Sicherlich eine gute Alternative zum Valle de Cocora und zudem von Touristen kaum besucht.

Eigentlich wollten wir noch den Nationalpark Los Nevados besuchen, von dem wir vielfach gehört hatten. Leider verging die Zeit aber viel zu schnell und so machten wir uns nach einem Monat Erkundung wieder auf in Richtung Bogota.

Die Kaffeezone ist sicherlich eines der schönsten Gebiete in ganz Kolumbien und zeigt Kultur und Geschichte des Landes. Bei einer Reise in die Region sollte man ein paar zusätzliche Tage einplanen, um mehr über Kaffee und die verschiedenen Prozesse bis hin zur Konsumreife zu erfahren. Ausserdem ist die Landschaft spektakulär, das Klima mild und ein perfekter Ort zum entspannen.

Kolumbien Reiseführer

Wer inzwischen überzeugt ist, das Kolumbien angesteuert werden soll, dem biete ich unten noch einige Navigationshilfen.

Liebe Leser

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