Die Gruseligsten Orte in Kolumbien

Cementerio Central de Bogotá

Liebe Leser

Mein Name ist Frank und ich betreibe ein Reisebüro in Bogota, Kolumbien. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Gespenster, Spukhäuser und gruselige Geschichten sind Teil der Geschichte eines jeden Landes. In Kolumbien gibt es Orte mit faszinierenden und erschreckenden Geschichten, die Ihnen die Haare zu Berge stehen lassen.

Diese Liste soll Ihnen einige der schrecklichsten Orte aufzeigen, die Sie auf Ihrem Abenteuer in Kolumbien besuchen können.

La Candelaria, Bogotá

Departament: Bogotá DC

La Candelaria ist der sinnbildlichste Ort in Bogota. Man sagt, hier wurde die Stadt vor über 400 Jahren gegründet. Die historische Altstadt besitzt noch immer ihre koloniale Architektur und beherbergt einige der wichtigsten Elemente der Hauptstadt.

Dieses Viertel ist dafür bekannt, dass hier Gonzalo Jiménez de Quesada, ein spanischer Konquistador, die Basis erschuf, was später die Stadt Bogotá werden sollte. Die Häuser in La Candelaria haben ein koloniales Design, mit einer sehr farbenfrohen Ästhetik und Balkons, die traditionell für die spanische Architektur waren. Man findet ähnliche Bauten nirgends sonst in Bogota.

Hier lebten historische Persönlichkeiten wie der Vizekönig Sámano oder der bedeutendste Maler der Kolonie, Gregorio Vásquez de Arce y Ceballos. Einige Gebäude sind Jahrhunderte alt, wie das Colon-Theater, das im späten neunzehnten Jahrhundert gegründet wurde, oder die Kirche Nuestra Señora de Las Aguas, die zwischen 1657 und 1694 erbaut wurde.

Das Goldmuseum, der Chorro de Quevedo und die Plaza de Bolivar sind einige der sinnbildlichen Orte, die man in Bogota besuchen kann. Als Tourist lernt man auf organisierten Touren aber sehr viel über die heutige Hauptstadt.

Für viele ist dieses Viertel nicht nur Geschichte und Kultur, denn die Nachbarschaft beherbergt ebenfalls ein dunkles Geheimnis. La Candelaria ist dafür bekannt, dass es eine Vielzahl von verfluchten Häusern und Geistern beherbergt, die oft in den frühen Morgenstunden für Angst und Schrecken sorgen.

Verfluchte Häuser in La Candelaria

Casa de José María Cordovez

Calle 11 con carrera 2

Dieses ist das berühmteste verfluchte Haus in La Candelaria. Es gehörte dem berühmten Schriftsteller José María Cordovez Moure, der für seine Reminiscencias de Santafé de Bogotá bekannt ist. Er verfasste eine Reihe von Chroniken, die das tägliche Leben in Bogotá Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben.

Es wird erzählt, dass er und seine Familie nach wirtschaftlichen Problemen in ein Haus gegenüber der La Salle University zogen. Nach seinem Tod im Jahr 1918 begannen die Berichte über paranormale Ereignisse.

Um dieses Haus, das seine koloniale Architektur bewahrt hat, ranken sich viele Gerüchte. Am bekanntesten ist, dass in seinen Mauern mehrere Leichen gefunden worden sein sollen.

Gerüchten zufolge gibt es wie erwähnt, paranormale Aktivitäten. Man sagt, dass der erste Stock vom Geist einer Frau bewohnt wird, der die Küche durcheinander bringt und mit unglaublicher Kraft an die Türen klopft. In der zweiten Etage gibt es Bewohner, die behaupten, José María Cordovez selbst beim Rauchen einer Zigarette gesehen zu haben.

Ob es nun wahr ist oder nicht, dieses Haus ist einer der furchterregendsten Orte in La Candelaria.

Casa Sámano

Cra. 4 #10-18

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Wochenende von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Preis: Gratis

Gerüchten zufolge beherbergt dieser Ort den Geist von Vizekönig Juan de Sámano, einer der meistgehassten historischen Figuren Kolumbiens. In der Zeit, in der das Territorium Kolumbiens eine Kolonie Spaniens war, regierten direkte Vertreter des Königs in mehreren lateinamerikanischen Ländern. Sie waren als Vizekönige bekannt.

Vizekönig Sámano war als autoritärer und aggressiver Machthaber bekannt. Er bespuckte auch gerne Untertanen, die ihm nicht gefielen. Man erinnert sich an ihn, weil er den Tod der Heldin und kolumbianischen Unabhängigkeitsheldin Policarpa Salavarrieta angeordnet hatte.

Man sagt auch, dass man in diesem Haus, das das letzte Zuhause des Vizekönigs Sámano war, den Klang seiner vizeköniglichen Absätze hören kann. Einige sagen, dass es am frühen Morgen möglich ist, seinen Geist zu sehen. Aber Vorsicht, er spuckt und ist aggressiv gegenüber Passanten.

Kann man das Haus Sámano besuchen?

Ja, die Casa Sámano wurde 2005 restauriert und diente als temporärer Sitz des Museums von Bogotá. Derzeit kann man es besuchen. Es werden verschiedene Objekte und Fotografien ausgestellt, die sich auf die Geschichte der Hauptstadt Kolumbiens beziehen.

Fundación Gilberto Álzate Avendaño

Cra. 3 # 10 – 27
Website: https://fuga.gov.co/transparencia/acerca-de-la-fundacion
Preis: Abhängig von der Aktivität, viele Seminare sind kostenlos.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Die Gilberto Álzate Avendaño Stiftung ist eine der wichtigsten kulturellen Einrichtungen in Bogotá. Hier kann man verschiedene künstlerische Ausstellungen und auch Vorträge besuchen.

Die Stiftung ist in einem Haus aus der Kolonialzeit untergebracht und war das Zuhause des Vizekönigs José de Ezpeleta de Galdeano. Dieser regierte während der Jahre 1789 und 1797. Obwohl die Stiftung weithin für ihre kulturellen Aktivitäten bekannt ist, bewohnt Casaca Verde, eines der berühmtesten Gespenster von Candelaria, das Haus.

Das Gespenst Casaca Verde

Diese Geschichte tauchte im 19. Jahrhundert zum ersten Mal auf, als der kolumbianische Schriftsteller Angel Cuervo behauptete, einem seltsamen Geist begegnet zu sein, der eine “grüne Jacke über eng anliegende Shorts, Seidenstrümpfe, Schnallenschuhe und eine gepuderte Perücke” trug. Dies wurde von der Historikerin Elisa Mújica aufgezeichnet.

Diese Begegnung fand in der heutigen Stiftung Gilberto Álzate Avendaño statt. Seitdem wurde von mehreren Erscheinungen dieses Geistes berichtet. Seit 1880 soll es möglich sein, mysteriöse Schritte zu hören, die bis in den zweiten Stock gehen und 3 mal an die Wand klopfen.

Seit Jahren gibt es verschiedene Hypothesen über die Identität des Gespenstes. Manche sagen, dass es sich um einen spöttischen Geist eines spanischen Bürgers handelt, der sich nur amüsieren will, indem er die Leute erschreckt.

Andere behaupten, dass dieser Geist der Vizekönig Ezpeleta selbst ist, der nach seinem Tod an diesen Ort zurückkehrte.

Kann man die Gilberto Álzate Avendaño Stiftung besuchen?

Ja, es finden Veranstaltungen statt, so dass die Öffentlichkeit Zutritt hat.

Pfarrei Nuestra Señora de las Aguas

Cr 2A #18A-68

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 06:30 Uhr bis 08:00 Uhr / 12:30 Uhr bis 14:00 Uhr und 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr und am Wochenende von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr und 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr.

Dies ist eine der vielen traditionellen Kirchen in Kolumbien. Sie wurde zwischen 1657 und 1694 im Kolonialstil erbaut und besitzt eine schöne weiße Fassade. Aufgrund ihrer Geschichte und Gestaltung wurde die Kirche 1975 zum Nationaldenkmal erklärt.

Sie ist nicht nur der Jungfrau des Wassers gewidmet, sondern auch der angebliche Schauplatz, an dem einer der furchterregendsten Geister von La Candelaria erscheint.

Der Espeluco de las Aguas

Die Legende besagt, dass vor vielen Jahren eine schöne junge Frau mit langen und sehr schönen Haaren lebte. Die Frau, die in Santa Fe de Bogotá lebte, wagte an ihrem Geburtstag zu sagen, dass ihr Haar schöner sei als das der Jungfrau des Wassers. In diesem Moment verwandelten sich ihre Haare in Schlangen und ihre Seele wurde in die Hölle gezerrt.

Seitdem soll ihr Geist in der Nähe der Kirche des Wassers spuken. Diejenigen, die sie gesehen haben sollen, hatten sich sehr über ihre entsetzlichen Schreie und ihr schlangenartiges Haar erschrocken.

Kann man die Pfarrei Nuestra Señora de las Aguas besuchen?

Ja, der Zutritt für die Öffentlichkeit ist zu den oben genannten Zeiten erlaubt.

Casa del duende Baltazar

Dieses Haus war nicht das Zuhause irgendeiner illustren Persönlichkeit im alten Bogota. Es ist jedoch der Schauplatz einer weiteren klassischen Horrorgeschichte von La Candelaria.

Es wird erzählt, dass zwischen den 1700er und 1800er Jahren eine junge Frau lebte, die unverheiratet war und keinen bekannten Partner hatte. Eines Tages wurde sie schwanger und aufgrund der Vorurteile der damaligen Zeit, in der eine unverheiratete Mutter als unmoralisch angesehen wurde, war sie von Angst und Schrecken erfüllt.

Sie versteckte sich monatelang, verborgen vor allen Augen. Als ihr Sohn schließlich das Licht der Welt erblickte, beschloss sie, das Neugeborene in den Brunnen im zentralen Hof zu werfen.

Von diesem Moment an begannen verschiedene paranormale Aktivitäten. Es heißt, dass der Neugeborene als Kobold zurückkam und sich Baltazar nannte. Bei bestimmten Gelegenheiten ging Baltazar hinaus, um Frauen zu erschrecken. Es wird auch gesagt, dass er sehr freundlich mit Kindern ist, sie können ihn sehen und spielen oft mit der Kreatur.

Das Haus war früher ein Restaurant. Die Besitzer sagen, dass sie die Tische nachts nicht für den nächsten Tag vorbereiten konnten, weil am nächsten Morgen jeweils darauf wieder Unordnung herrschte.

Kann man die Casa del duende Baltazar besuchen?

Laut einer Seite des Bürgermeisteramtes wird das Restaurant dort nicht mehr betrieben. Heutzutage ist es ein verlassener Ort, so dass es besser ist, die Casa del duende Baltazar nicht zu besuchen.

Paranormale Tour in La Candelaria

Wenn Sie sich für diese schaurigen Geschichten interessieren, das Rathaus von La Candelaria bietet eine paranormale Tour an. Während dieser lernen Sie die Spukhäuser und die Geschichten hinter all den Geistern dieses kultigen Viertels kennen.

Im Jahr 2020 fanden die Touren in den Monaten Oktober und November statt. Wenn Sie Bogota besuchen, können Sie online nachsehen, ob die Tour stattfindet.

Wie kommt man nach La Candelaria?

Die Anreise ist einfach. Man kann die öffentlichen Verkehrsmittel, Transmilenio, benutzen und an der Station “Las Aguas” aussteigen.

Zentralfriedhof, Bogota

Cr 20 #37-80
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Departement: Bogotá

Der Zentralfriedhof von Bogota ist der älteste Friedhof der Hauptstadt. Er wurde 1836 gegründet, als Francisco de Paula Santander, einer der größten Helden der kolumbianischen Unabhängigkeit, Präsident war.

Viele illustre Persönlichkeiten sind hier begraben. Zum Beispiel der Kinderbuchautor Rafael Pombo, der Dichter José Asunción Silva, der 1990 ermordete Linkenführer Carlos Pizarro und Präsidenten wie Eduardo Santos und Gustavo Rojas Pinilla.

Im Laufe der Jahre ist dieser Friedhof zu einem Ort des starken Glaubens für Kolumbianer und Besucher gleichermaßen geworden. Hunderte von Besuchen werden registriert, um die illustren Persönlichkeiten, die dort begraben sind, um einen Gefallen zu bitten. Natürlich gibt es dort auch Hexerei und schwarzer Magie.

Sculptures and graves of the main cemetery of Bogotá
Martinduquea, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Zentralfriedhof, Ort der Anbetung und der Hexenverfolgung

Es ist seltsam, sich einen Friedhof als einen belebten Ort vorzustellen (aus einem anderen Grund als nur die Toten zu betrauern), und doch zieht der Zentralfriedhof viele Besucher an, die auf der Suche nach wundersamen “Gunstbezeugungen” sind.

Das Grabmal von Leo Siegfried Kopp Koppel

Eines der meistbesuchten Gräber ist das von Leo Siegfried Kopp Koppel, der ein deutscher Geschäftsmann war und die Bavaria (die wichtigste Brauerei in Kolumbien) gründete. Das Grab dieses Geschäftsmannes hat eine goldene Statue. Die Leute wenden sich an deren Ohr und bitten um einen Gefallen, der meist damit zusammenhängt, einen Job zu bekommen.

Grabmal von Carlos Pizarro

Einst galt Carlos Pizarro als einer der wichtigsten Anführer der M-19-Guerillagruppe, heute ist er eine der beliebtesten Figuren auf dem Friedhof. Nach der Demobilisierung der M-19-Guerillagruppe begann er eine politische Karriere, in der er die Bewunderung und Zuneigung vieler Menschen gewann. Als er 1990 ermordet wurde, wurde dieses Verbrechen als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit angesehen.

Angesichts der Bewunderung, die dieser Führer erweckte und immer noch erweckt, bitten ihn Hunderte von Menschen um einen Gefallen. Es ist eines der Gräber mit den meisten Dankesbriefen.

Grabmal der Bodmer-Schwestern

Ein weiteres der meistbesuchten Gräber ist das der Bodmer-Schwestern. Der Legende nach starben zwei kleine Schwestern an einer Krankheit, die als “blaues Blut” bekannt ist. Das ist ein Herzleiden, das dazu führt, dass einige Teile des Körpers diese Farbe annehmen.

Es wird erzählt, dass eine verzweifelte Mutter die Statue der Mädchen bat, ihren Sohn von der Blaublutkrankheit zu heilen. Der kleine Junge wurde auf wundersame Weise geheilt und seither pilgern Besucher zum Grab, um sie von schrecklichen Krankheiten zu heilen.

Hexerei auf dem Zentralfriedhof

Es wird erzählt, dass mehrere Erscheinungen auf dem Friedhof vorkommen. Die bekannteste ist die von einem Mönch und einem Teenager-Mädchen, die sich angeblich in einem weißen Gewand materialisieren.

Aber zweifellos der schrecklichste Ort auf dem Friedhof ist die Schnecke. Der befindet sich in der Nekropole und ist bekannt, weil Satanisten- und Hexengruppen ihn infiltrieren, um Rituale und schwarze Magie durchzuführen.

Kann man den Zentralfriedhof besuchen?

Man kann die Gräber zu den normalen Öffnungszeiten besuchen. Aber die Schnecke ist geschlossen und wird ständig bewacht.

Wie kommt man zum Zentralfriedhof?

Die Buslinien 192, 621, A103, A507, T13, T40 halten alle in der Nähe des Zentralfriedhofs.

Wasserfall Tequendama Museum, Soacha

Departament: Cundinamarca
Website: http://www.casamuseotequendama.org/casa-museo.html
Öffnungszeiten: Wochenenden und Feiertage von 9:00 bis 16:00 Uhr
Preis: Es wird um eine Spende von $10.000 gebeten

Hotel Tequendama in the front and the waterfall in the back
Felipe Restrepo Acosta, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

38 km von der Stadt Bogotá entfernt findet man den Salto del Tequendama. Dieser riesige Wasserfall ist ein Naturwunder mit einer Fallhöhe von 180 Metern und war einst eines der größten Symbole von Cundinamarca.

Der Salto del Tequendama ist die Mündung des Flusses Bogotá. Diese Sehenswürdigkeit zog früher wegen seiner Schönheit eine Vielzahl von Besuchern an. Aufgrund der Verschmutzung starben jedoch die gesamte dort vorhandene Flora und Fauna ab.

Mit der Zeit geriet der Wasserfall daher in Vergessenheit. Das Hotel, welches sich in unmittelbarer Nähe des Wasserfalls befindet, wurde jedoch immer bekannter. Der Bau begann 1923 und das Hotel beherbergte über Jahre hinweg die Privilegiertesten des Landes.

Dank der schönen republikanischen Bauweise und der schönen Aussicht wurde dieser Ort von vielen Besuchern frequentiert. Erwähnenswert ist auch, dass das Haus früher eine Bahnstation war.

Das Hotel stellte seinen Betrieb jedoch Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein. Zusammen mit der Verschmutzung des Bogota-Flusses (der in diesen Ort mündet), ging nach und nach das touristische Interesse an diesem Ort verloren.

Die Geschichte des Hotels Tequendama endete jedoch nicht mit seiner Schließung. Im Laufe der Jahre hörte man immer wieder Geschichten von Selbstmorden und geisterhaften Begegnungen an diesem Ort. Heutzutage wird dieser Ort von vielen als Spukhaus angesehen.

Spukhotel

Wer im Internet nach einem Spukort in Kolumbien sucht, stößt immer wieder auf das Hotel del Salto del Tequendama. Im Laufe der Jahre betrachteten viele Menschen diesen Ort als ideal, um Selbstmord zu begehen. Die Höhe des Wasserfalls und die schreckliche Verschmutzung des Bogota-Flusses garantieren einen sicheren Tod.

Viele Gerüchte entstanden und die Leute sprachen davon, dass es eine Art übernatürliche Kraft gäbe. Menschen mit gebrochenen Herzen würden von dem Wasserfall angezogen, um ihr Leben zu beenden. Der Schrecken war so groß, dass 1986 einige Bürger versuchten, das Hotel niederzubrennen.

Es ist auch die Rede von Geistern von Selbstmördern, die immer noch im Hotel spuken. Aber eine Verkäuferin, die seit Jahrzehnten in einem lokalen Laden arbeitet, hat uns gegenüber erwähnt:

“Ja, das mit den Selbstmorden stimmt, vor einem Monat ist der letzte gesprungen (das war etwa 2017). Ein Polizist hat noch versucht, das zu verhindern. Aber ich komme immer um 4 Uhr morgens zur Arbeit und wurde noch nie von Geistern erschreckt”.

Kann man das Hotel besuchen?

Ja, das Hotel ist inzwischen zu einem Museum umfunktioniert worden. Die Stiftung Granja Ecológica el Porvenir bewahrte das Hotel 2013 vor dem Abriss und verwaltet es heute. Auf der Website findet man historische Fotos, zum Beispiel, als ein Mann den Tequendama-Wasserfall mit einem Seil überquerte. Man kann ebenfalls die Balkons betreten, von wo aus man eine fantastische Aussicht auf den Wasserfall genießen kann. Kamera nicht vergessen!!!!

Während Führungen werden die Schauergeschichten jedoch nicht erwähnt. Das Ziel dieses Museums ist die Aufklärung und die Rückkehr zu einer grandiosen Touristenattraktion des Ortes.

Wie kommt man zum Wasserfall von Tequendama?

Der Wasserfall befindet sich rund 38,8 km von der Hauptstadt entfernt. Mit dem Auto dauert die Fahrt rund 90 Minuten (je nach Verkehr). Mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfehlen wir die Fahrt zur Transmilenio-Station San Mateo in Soacha. Dort gibt es einen Bus, auf dem “Charquito-Salto del Tequendama” steht.

Insel Gorgona, Cauca

Departament: Cauca
Website: https://www.islagorgona.co/
Preis: Abhängig vom gewählten Plan und der Jahreszeit. In der Nebensaison kann man Preise ab 1 Mio. Pesos finden (Preis 2020).

Die Insel Gorgona ist ein paradiesischer Ort. Jährlich strömen viele Besucher dorthin, um sich auszuruhen und um verschiedene Aktivitäten zu genießen. Diese Insel ist zudem einer der besten Tauchplätze in Kolumbien. Während bestimmter Jahreszeiten kann man auch den Besuch von Walhaien und Buckelwalen beobachten.

Dieser Ort war nicht immer ein solches Paradies. Es gab eine Zeit, in der die Insel das schrecklichste Gefängnis von Kolumbien war. Schmerz und Leid gab es hier im Überfluss und das Erbe davon ist natürlich eine Vielzahl von paranormalen Erscheinungen.

Insel Gorgona: Hölle auf Erden

Die Insel war bis 1959 verlassen. Im Jahr 1960 beschloss der kolumbianische Präsident Alberto Lleras Camargo, inspiriert von anderen schrecklichen Orten wie Alcatraz, diesen Ort in ein Gefängnis zu verwandeln.

In dieses Gefängnis schickte man die schlimmsten Verbrecher Kolumbiens. Mörder und Vergewaltiger gab es zuhauf. Das Betreten der Insel Gorgona bedeutete ein Todesurteil. Die Häftlinge waren unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt. Sie schliefen auf Holzbetten ohne Matratzen oder Kissen und waren ständig mit giftigen Tieren wie Schlangen konfrontiert.

Außerdem waren die Fluchtchancen gleich null. Die Insel befindet sich im Pazifik und es wimmelt dort von Haien. Viele Menschen starben in dieser Zeit. Schließlich, im Jahr 1984, förderte der damalige Justizminister Rodrigo Lara Bonilla eine Initiative zum Abriss des Gefängnisses. Seitdem begannen paranormale Erscheinungen.

Gerüchte sprechen von Schatten, die ohne jede Erklärung erscheinen. Oder seltsame Geräusche und von einem Gefühl der Düsternis, das die Menschen umgibt.

Kann man die Insel Gorgona besuchen?

Ja, die Insel ist heute ein Nationalpark.

Wie kommt man zur Insel Gorgona?

Es gibt zwei Möglichkeiten, auf die Insel Gorgona zu gelangen:

Von Guapi aus

Der erste Weg führt über die Gemeinde Guapi, die sich im Departement Cauca befindet. Man kann Guapi mit dem Flugzeug von Cali, Bogotá und Popayán aus erreichen. Von Guapi aus fahren Boote zur Insel. Die Fahrdauer beträgt rund 90 Minuten.

Von Buenaventura aus

Von Buenaventura aus gibt es ebenfalls Boote, welche die Insel in rund 4 Stunden erreichen.

Nobsa und das Aranda-Kreuz

Departament: Boyacá

Nobsa in Boyacá ist einen Besuch wert. Seine schlichte Architektur lädt zum Entspannen ein. Der zentrale Platz ist sehr hübsch und mit Statuen aus Schrott geschmückt. Nobsa ist in Kolumbien für die Produktion von traditionellen Ruanas (Ponchos) bekannt. 2009 fertigten 25 Kunsthandwerker die größte Ruana der Welt. Doch nicht jeder weiß, dass diese Stadt eine Geschichte mit dem Teufel und später mit UFOs besitzt.

Das Kreuz von Aranda

In Nobsa gibt es seit Jahrhunderten ein Phänomen, das niemand erklären kann. Am Himmel erscheinen Lichter, die die Einheimischen bis heute erschrecken. Diese Lichter lösten bei den Bewohnern der Stadt so viel Schrecken aus, dass in kurzer Zeit der Teufel für dieses Phänomen verantwortlich gemacht wurde. Aus diesem Grund errichtete 1886 ein Priester namens José Agustín Aranda ein Kreuz auf dem höchsten Teil des Tungón-Hügels.

In Wahrheit zeigte dieses Kreuz jedoch keine Wirkung und die Lichter erscheinen weiterhin. Selbst das ursprüngliche Aranda-Kreuz wurde vor langer Zeit zerstört. Die Einheimischen mussten es mehrmals ersetzen. Heute steht bereits die dritte Version dieses Denkmals.

Im Laufe der Jahre hörten die Menschen auf, den Teufel zu beschuldigen. Da es keine logische Erklärung gab, begannen die Einwohner nach und nach zu vermuten, dass die Lichter mit dem UFO-Phänomen zusammenhängen. Seitdem haben einige Bewohner von Nobsa ein enormes Interesse an Außerirdischen. Diese sind dem Thema so zugetan, dass man sogar im Hauptpark eine Illustration findet, die auf Außerirdische anspielt.

Für Skeptiker wie den derzeitigen Gouverneur von Boyacá, Ramiro Barragán, (der auch Bürgermeister von Nobsa war), ist es möglich, dass dieses Phänomen eines Tages erklärt wird. Auch er hat diese Lichter bei mehreren Gelegenheiten gesehen.

Ramiro Barragan beschreibt, wie im Jahr 2006 am Himmel “eine Figur, die wie ein Fußball aussah” erschien. Und zu seiner Überraschung erschienen am 7. Januar 2007, als gerade ein Stierkampf stattfand, drei Lichter für mehrere Minuten am Himmel über Nobsa.

Für Interessierte: Manchmal gibt es in Nobsa Treffen von Ufologen und Interessierten um in der Nacht die erwähnten Lichter zu beobachten.

Ist es möglich, das Aranda-Kreuz zu besuchen?

Ja, man kann Einheimische als lokale Führer engagieren. Man sollte in guter körperlicher Verfassung sein. Insgesamt dauert der Ausflug rund 4 Stunden (hin und zurück).

Der Weg ist nicht einfach. Während der Bürgermeisterschaft von Ramiro Barragan wurde mit dem Bau einer Straße mit Kopfsteinpflaster-Treppen begonnen, diese wurde jedoch nie fertiggestellt. Sollte man diesen Ort besuchen wollen, sollte man auf jeden Fall Trinkwasser mitnehmen. Entlang des Weges gibt es viele Statuen aus Schrott.

Wie kommt man nach Nobsa?

Die nächstgelegene größere Stadt ist Tunja. Die Entfernung beträgt rund 70 Kilometer und die Fahrzeit 1 Stunde. Von Bogota aus erreicht man Nobsa in rund 3 Stunden Fahrt.

Das Haus des Teufels, Ciénaga

Cl. 15 #16-13 Ciénaga
Departament: Magdalena

In der denkmalgeschützten Stadt Ciénaga findet man eine wunderschöne und einzigartige Architektur. Die Ortschaft wurde daher zur Hauptstadt des magischen Realismus ernannt. Der Nobelpreisträger Gabriel García Márquez nutzte diesen Ort als Basis für Macondo. Dort finden die Ereignisse des Buches „Hundert Jahre Einsamkeit“ statt.

Zwischen so viel Schönheit finden wir die Casa del Diablo (Haus des Teufels), die auch heute noch Einheimische und Besucher erschreckt.

Old house Casa del Diablo in Cienaga
Carrollss, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Das Haus des Teufels

Die Legende besagt, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Mann namens Manuel Varela einen Pakt mit dem Teufel schloss, um Reichtümer zu erlangen. Don Manuel war ein Mann mit begrenzten wirtschaftlichen Ressourcen, der während des Bananenbooms schnell ein Vermögen erwarb. Das erlaubte ihm Land zu kaufen und eine Vielzahl von Arbeitern einzustellen.

Die Gerüchte über diesen Mann begannen, weil Kinder und seine eigenen Arbeiter von seiner Farm verschwanden. In Ciénaga wird erzählt, dass Manuel Varela einen Pakt schloss, in dem der Teufel ihm Reichtum und Wohlstand im Austausch für die Seelen seiner Arbeiter geben würde.

Nach seinem Tod Mitte der 1950er Jahre wurde sein Herrenhaus, das Manuelita genannt wurde, zum Gegenstand von Gerüchten und angeblichen paranormalen Phänomenen. Man begann, es das Haus des Teufels zu nennen.

Zeugen behaupten, dass dort teuflische Kräfte leben. Sie behaupten, dass das Gelände nachts nach Schwefel riecht und dass es möglich ist, furchterregende rote Augen zu sehen, die aus den Fenstern blicken.

Kann man das Haus des Teufels besuchen?

Das Haus ist seit Jahrzehnten verlassen. Obwohl es noch viele Menschen gibt, die immer noch Angst vor diesem Ort haben, ist es möglich, das Gelände zu besichtigen.

Wie kommt man nach Cienaga?

Am besten reist man entweder nach Barranquilla (90 Minuten Fahrt) oder nach Santa Marta (eine Stunde) und fährt von dort aus zum Heritage Village. Von Ciénaga aus kann man leicht zu Fuß in 5 Minuten zum Haus gelangen.

Die Burg von Alboraya, Barranquilla

Departament: Atlántico

Castillo de la Alboraya by night in Barrranquilla
Fvengoechea, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Dieses “Schloss”, das eigentlich das Haus eines großen Anwesens war, gilt als einer der spukhaftesten Orte in Barranquilla. Die Geschichte besagt, dass dieses Haus aus dem Jahre 1626 stammt und einem Mestizen namens Rondón gehörte. Angeblich hat dieser Mann heidnische Götter verehrt, schwarze Magie betrieben und sogar Pakte mit dem Teufel geschlossen.

Es wird erzählt, dass Rondón ein furchterregend aussehender Mann war und dass er eine Kapelle bauen ließ, in der er schwarze Magie praktizierte. Angeblich tötete dieser schreckliche Charakter eine Vielzahl von Menschen, um sie seinen Göttern zu opfern.

Jahrhunderte sind vergangen, aber heute noch sagt man, dass an diesem Ort schreckliche Dinge passieren. Angeblich hatte Rondón ein schwarzes Pferd, mit dem er seine Opfer quälte und es gibt Leute, die behaupten, die Schritte dieses Tieres in den frühen Morgenstunden gehört zu haben. Es gab auch Erscheinungen von Gespenstern, wie die einer angeblich weiß gekleideten Frau.

Ist es möglich die Burg von Alboraya zu besuchen?

Ja, aber der Ort steht seit Jahren leer und ist in einem schlechten Zustand.

Wie kommt man zur Burg?

Von Barranquilla aus kann man die Buslinien C11 und S10 nutzen.

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