Providencia zum 2ten

Panoramic Providencia Island

Ein Bericht aus Providencia, Kolumbien

Ziemlich genau 2 Jahre nachdem ich Providencia das erste Mal besucht hatte, machte ich mich abermals auf, diese Trauminsel zu besuchen. Natürlich wieder nicht um Urlaub zu machen, sondern um die üblichen Nachforschungen zu betreiben. Und obwohl ich mir das letzte Mal vorgenommen hatte, in Zukunft mit dem Flugzeug anzureisen und dazu eine weibliche Begleitung mitzunehmen, konnte ich leider nur ersteres einhalten.

Wie bereits letztes Mal, wohnte ich im „Brisa del Sur“ bei Mariela. Am Southwest Beach gelegen, sind es von dort aus nur 10 Minuten zu Fuss an den schönsten Strand der Insel. Dass ich jedoch nur einmal Zeit hätte um schwimmen zu gehen, hatte ich bei der Ankunft nicht gedacht. Am Ankunftstag bekam ich ausserdem eine Einladung vom Hotel „Deep Blue“, dem besten Hotel der Insel. Sein Standard ist sehr gut und das Restaurant ist quasi über das Wasser gebaut. Am nordöstlichen Ufer gelegen, bietet es eine herrliche Aussicht über das Meer auf Cayo Cangrejo und dank der geographischen Lage weht permanent ein angenehmer Wind. Dieser dient nicht nur zur Abkühlung, sondern hilft auch gegen die sehr lästigen Moskitos.

Crab Cay Providencia Island

Das Gespräch mit dem Tourismusdirektor der Insel war ebenfalls sehr aufschlussreich. Um die Kultur und Traditionen zu bewahren, wurden diverse Massnahmen getroffen. Es werden zum Beispiel keine weiteren Fahrzeuge zugelassen, Immigration wird streng kontrolliert, Hotels dürfen bereits seit 20 Jahren keine mehr gebaut werden und Betreiber von Unterkünften müssen eine Vielzahl von Erfordernissen erfüllen. Dazu dürfen Nicht-Insulaner keine Geschäfte erwerben und dazu zählen auch Hotels. Dies ist problematisch, da die meisten Hotels dringend Investitionen nötig hätten. Da aber kaum jemand investiert, ohne auch eine Kontrolle auszuüben, bin ich mir nicht sicher, ob die Ziele vom Qualitätstourismus erreicht werden können.

Am Morgen des vierten Tages machte ich mich früh auf, um den höchsten Berg der Insel zu erklimmen. Ich wollte einige schöne Fotos schiessen und ein bisschen Bewegung konnte ebenfalls nicht schaden. „The Peak“ wird mit 4 Stunden Ausflugszeit angegeben. Am Fusse des Berges machte ein lokaler Reiseführer Werbung. Auf die Frage ob er denn fit und schnell wäre, erwiderte er, er sei so schnell wie der Blitz. Bereits auf halber Strecke machte er dann ein sehr unglückliches Gesicht. Nach 40 Minuten schon war ich auf dem Gipfel und konnte wie gewünscht die wundervolle Aussicht geniessen und sehr schöne Fotos schiessen. Ausserdem liess sich der lokale Reiseführer Eusebio, als er dann endlich auch ankam, noch zu einem Interview motivieren. Generell musste ich feststellen, dass der Begriff von Geschwindigkeit auf der Insel ganz anders definiert wird als auf dem Festland.

Beach Providencia

Wieder zurück in meiner Unterkunft bei Mariela freute ich mich sehr auf mein Essen am Southwest Beach. Der frische Fisch oder die grossen gemischten Fischplatten, die einem serviert werden, sind phänomenal. Dazu sitzt man am Strand, 5 Meter vom Wasser entfernt mit Blick über das Meer. Etwas Schöneres kann man sich kaum vorstellen. Am Abend spielte der Ehemann von Mariela dann noch lokale Musik auf dem Akkordeon.

Nach 5 Tagen Providencia und gerade Mal 10 Minuten im Wasser, war ich nach arbeitsreichen Tagen froh, wieder den Flieger Richtung Bogota zu besteigen. Providencia  ist definitiv eine Insel um Urlaub zu verbringen, die Strände und das Meer, die herrliche Umgebung und den frischen Fisch zu geniessen. Und wieder fasse ich die gleichen Vorsätze wie vor 2 Jahren. Meine nächsten Ferien verbringe ich hier und zwar mit einem hübschen Mädchen.

Sunset Providencia

Pelecanus. Kolumbien Reisen.

Dezember 2017

Blog Frank Spitzer

2018-12-11T15:20:19+00:00

Kommentar hinterlassen