La Guajira Kolumbien Reiseführer

Liebe Leser

Mein Name ist Frank und ich betreibe ein Reisebüro in Bogota, Kolumbien. Wenn Sie ein Feedback oder Vorschläge haben, schreiben Sie diese bitte in die Kommentare. Vielen Dank und eine gute Reise nach Kolumbien!

1. Einleitung

La Guajira

La Guajira ist das nördlichste Departement von Kolumbien und ebenfalls die nördlichste Region des ganzen südamerikanischen Kontinentes. Die Region ist sehr vielseitig und das Gebiet geht teilweise in eine Wüste über. La Guajira ist dazu eine der ärmsten Regionen von Kolumbien, mit einer der höchsten Korruptionsraten.

Viele werden bereits von Palomino gehört haben. Diese Ortschaft gehört nicht zum Gebiet von Santa Marta, sondern bereits zu La Guajira. Ein Teil der Sierra Nevada de Santa Marta gehört ebenfalls zum Departement, welches auch an Venezuela und Cesar grenzt.

Die Hauptstadt von La Guajira ist Riohacha. Auf dem Territorium leben nicht nur die indigenen Völker der Sierra Nevada de Santa Marta, sondern ebenfalls die Wayuu, welche nach den Mestizen die größte Bevölkerungsgruppe bilden. Die Wayuu bevölkern den ganzen Teil der Wüstenregion und bewegen sich als doppelstaatliche Bürger von Kolumbien und Venezuela frei zwischen den Ländern hin und her, da das Territorium grenzüberschreitend dem indigen Volk zugesprochen wird. Viele Wayuu sprechen überdies kein Spanisch.

Wer sich wundert, dass es dort nur wenige oder keine Tankstellen gibt, in La Guajira wird Benzin aus Venezuela zu Schleuderpreisen am Straßenrand verkauft. Eine Tankfüllung (80 Liter), kostete mich das letzte Mal circa USD 10.–.

2. Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in La Guajira

2.1. Palomino

Das ist die wahrscheinlich von ausländischen Touristen bekannteste und meist besuchte Destination in La Guajira. Palomino ist eine Art Hippie-Dorf, welches in den letzten Jahren immens gewachsen ist. Man sagt auch, Palomino wäre das neue Taganga und habe sämtliche Probleme sogleich mitübernommen. Hier sprechen wir von Drogen, Prostitution und Sex mit Minderjährigen. Ob die jungen Israelis, welche in Taganga für viele der Probleme verantwortlich gemacht werden, ihren Einfluss ebenfalls auf Palomino ausweiten konnten, ist mir nicht bekannt.

Jedenfalls wird jeder, der in Palomino ankommt, zuerst einmal schockiert sein. Die hässliche staubige Landstraße, welche durch Palomino führt, wirkt nicht gerade einladend. Die staubigen unasphaltierten Wege, welche jenseits der Hauptstraße das Dorf erschließen, verwandeln sich nach Regen in Wasserlöcher mit teilweise Weg dazwischen.

Hinter den hässlichen Fassaden gibt es jedoch schmucke Hotels und Hostels, welche mit diversen und teilweise sehr witzigen Konzepten etwas für fast jedermann bieten. Außerhalb von Palomino und oben in den Hügeln gibt es zusätzlich ein paar regelrechte Schmuckstücke. Innerhalb des Dorfes findet man Yoga, veganes Essen, sehr guten Sea Food und allerlei Aktivitäten für einen alternativen Lebensstil.  Palomino verfügt über einen langen Strand, der sich beinahe die ganze Küste entlang zieht. Aufgrund der Strömungen und des Wellenganges ist es jedoch nicht der ideale Badestrand.

Wem es im Dorf jedoch langweilig wird, der kann sich in der Sierra Nevada umsehen und wird nicht enttäuscht sein.

AKTIVITÄTEN:

Flussabfahrt mit Auto Pneus auf dem Palomino Fluss:

Gut eincremen! Ich fing dort den Sonnenbrand meines Lebens ein und hatte danach zwei Tage Fieber. Pneus und Transport bekommt man in Palomino an jeder Ecke.

Tierbeobachtung:

Die Sierra Nevada strotzt vor Leben! Am besten im Hostel nach einem Guide oder einer Tour fragen.

Strandtag:

Nicht der ideale Badestrand aber dennoch geeignet, um unter einer Palme gemütlich den Tag verstreichen zu lassen.

Wandern:

Das Gebiet eignet sich sehr gut zum Wandern. Am besten im Hostel nach einem Guide oder einer Tour fragen. Es ist nicht zu empfehlen, auf eigene Faust in die Sierra Nevada auf Erkundungstour zu gehen. Der dortige Drogenanbau wird von bewaffneten Personen bewacht.

Reiten:

Du wolltest schon immer am Strand reiten? Am besten im Hostel nach einem Guide oder einer Tour fragen.

Taironaka:

Zwar nicht mehr auf dem Gebiet von La Guajira aber in unmittelbarer Nähe von Palomino. Hier kann man alles über die indigenen Kulturen der Sierra Nevada lernen und zum Abschluss ebenfalls den Fluss mit einem Autoreifen befahren. Dort habe ich zum ersten Mal gelernt, dass ein Brüllaffe die Lautstärke eines startenden Kampfjets erreichen kann, eindrücklich!

2.2. Riohacha

Riohacha ist die Hauptstadt des Departments La Gujira. Mit einer Einwohnerzahl von rund 150,000 ist es eine kleine Stadt. Die Temperatur ist am Tag bis 40° Celsius heiss, kühlt am Abend jedoch etwas ab. Eindrücklich ist die Strandpromenade, welche von vielen indigenen Strandverkäufern gesäumt ist. Man bekommt dort die handgefertigten Taschen, Hängematten und Schmuckstücke der Wayuu. Obwohl ich Riohacha ein riesiges zukünftiges touristisches Potential zuspreche, wird diese Entwicklung wohl noch Jahrzehnte dauern.

Wer von der Terrasse des Hotel Taroa hinunterblickt,

kann erkennen, dass die bestehende Infrastruktur perfekt für den Tourismus ist. Leider fehlt es nach wie vor an entsprechenden Unterkünften, doch Gastronomisch zeichnet sich eine positive Entwicklung ab.

Die Sicherheitslage in Riohacha ist nicht unbedenklich. Man sollte sich nach Möglichkeit nicht unbeschwert in der Stadt bewegen und vor allem abends auf Spaziergänge verzichten und ein Taxi benutzen. Tagsüber und abends an der Strandpromenade flanieren ist jedoch absolut unbedenklich.

Riohacha bietet selber nicht viele Aktivitäten, ist dafür aber der beste Ausgangspunkt und hat ebenfalls einen Busterminal und Flughafen.

2.3. Uribia

Uribia ist die Hauptstadt der Wayuu und ist komplett von Wüste umgeben. Man braucht von Riohacha circa 90 Minuten mit dem Auto, wobei die Straße hier noch asphaltiert ist. Von hier aus startet die ganze Logistik für sämtliches Leben in der Wüste. Die letzten paar Male als ich dort war, gab es zwar einen fix fertigen Busterminal, dieser war aber nicht in Betrieb. Die Stadt ist heiß und staubig.

Anreisen kann man entweder von Riohacha mit einen Collectivo oder man nimmt den Bus bis Cuatro Vias, wo dann Fahrzeuge für den Weitertransport bereitstehen.

Sofern man auf eine Tour geht oder eine Rancheria (a Wayuu village) besuchen wird, kann man hier Lebensmittel und Wasser einkaufen. Die Wayuu in der Wüste sind mausarm und die Kindersterblichkeit hoch. Darum sind Lebensmittel hier eine willkommene Spende. Die Situation in La Guajira ist diesbezüglich sehr kompliziert.

Sollte man von Uribia ohne organisierte Tour weiterreisen wollen, findet man Collectivos. Das sind grosse 4×4 Pick Up’s, welche die lokale Bevölkerung und Waren transportieren. Diese Transporte sind staubig und holprig, aber man kommt an.

Hier befindet sich auch der letzte Geldautomat, denn für eine Weiterreise braucht man Bargeld. Sofern man die mit Abstand beste Hängematte (Chinchorro) der Welt ersteigern möchte, diese werden in La Guajira produziert. Einfache Modelle sind bereits ab COP 250,000.— erhältlich. Eine Doppelte, welche ich mir unter anderem gekauft habe und welche ich empfehle, kostet das Doppelte. Die Familien-Hängematte kostet ab 1.5 Mio., ist jedoch meist nur auf Bestellung erhältlich.

2.4. Cabo de la Vela

Cabo de la Vela ist ein Fischerdorf an der kolumbianisch-karibischen Küste. Es ist klein, hat keinen Strom und kein fließend Wasser. Strom wird meist am Abend durch Stromgeneratoren produziert, betrieben durch billiges venezolanisches Benzin. Es gibt zwar einen Windpark in der Nähe und Stromleitungen, aber innerhalb des Dorfes ist man sich seit Jahren uneinig, ob man das Stromnetz in Betrieb nehmen will oder nicht. Wasser wird regelmäßig mit Tanklastern angeliefert. In einigen Hotels muss man sich aus dem Wassereimer waschen, in anderen gibt es Duschen, welche jedoch nur zu gewissen Zeiten in Betrieb sind.

Anreise

Man kommt von Riohacha oder Santa Marta sehr einfach nach Cabo de la Vela. Entweder mit einem Tour Anbieter oder über Uribia. Ich war schon verschiedenste Male dort, mit meinem eigenen Fahrzeug oder auch dem Collectivo. Sollte man jedoch mit einem eigenen Fahrzeug anreisen, muss man bei und nach Regen sehr aufpassen, ansonsten die Reise nämlich schnell zu Ende ist. Ein im Sand festgefahrenes Fahrzeug kann nämlich unter Umständen schwierig zu bergen sein. Mit dem Collectivo wird man jedenfalls jedes Haus auf dem Weg anfahren, was die Reise natürlich enorm verlängert.

Unterkünfte

Es gibt viele einfache Unterkünfte. Ich hatte den jeweils besten Schlaf in einer Hängematte, da das Klima doch relativ heiß ist. Trotzdem kann es in der Nacht  jedoch ziemlich abkühlen.

Essen

In Cabo de la Vela bekommt man Hühnchen, Schweinefleisch, Ziege und natürlich alles aus dem Meer, wobei nicht immer alles verfügbar ist. Auch kann es teilweise lange dauern (>1h), bis eine Mahlzeit zubereitet ist, weil alles immer frisch zubereitet wird. Sobald mich die Leute dort kannten, hatte ich das Privileg, dass ich jeweils am Morgen auf einen gewissen Zeitpunkt vorbestellen konnte und hatte so eine große Auswahl und vor dem Essen keine Wartezeit.

Kitesurfen

Cabo de la Vela liegt auf beinahe dem selben Breitengrad wie Aruba und ist der perfekte Ort zum Kitesurfen. Der meist ablandige Wind sowie das untiefe Wasser bieten ideale Voraussetzungen. Diverse Anbieter buhlen um Kunden und die Instruktoren sind meist junge Wayuu. Sollte man zufällig ein 10-jähriges Kind als Instruktor erwischen, der einem gerade Mal zu den Hüften reicht, erschreckt nicht. Die wissen ganz genau wie man mit dem Kite umgeht, das musste auch ich erfahren. Lediglich an Konzentration fehlt es den einheimischen Instruktoren teilweise und man sollte nicht überrascht sein, seinen Instruktor plötzlich selber auf dem Wasser trainieren zu sehen, obwohl man diese Stunde bezahlt hat.

Pilon de Azucar

Von Cabo de la Vela erreicht man diesen fantastischen Aussichtspunkt am einfachsten mit einem Mototaxi in 20 Minuten oder mit einem andern zur Verfügung stehenden Transport. Dieser Hügel ist nicht schwierig zu erklimmen und man wird mit einer unglaublichen Aussicht über das ganze Gebiet belohnt.

Weiter gibt es einen schönen, dazugehörigen Strand mit angenehmen Wellen, der perfekte Ort für ein erfrischendes Bad.

El Faro Lighthouse

Dieser Punkt nahe von Cabo de la Vela ist bekannt für die spektakulären Sonnenuntergänge. Man läuft entweder zu Fuß hin oder mit dem Mototaxi.

Preise:

Generell ist La Guajira sehr günstig und man wird nicht übers Ohr gehauen. Man sollte jedoch immer vorher den Preis erfragen. Feilschen ist nicht nur dort, sondern in ganz Kolumbien immer erlaubt. Unten einige Richtpreise, die aber nach unten oder oben abweichen können.

Essen: 15,000-30,000 pesos

1 Stunde Kiten: 90,000 pesos

Mototaxi Pilon: 10,000-15,000 pesos

Collectivo von Uribia nach Cabo de la Vela: 20,000 pesos

2.5. Punta Gallinas

Gerne möchte ich vorwegnehmen, dass die Reise nach Punta Gallinas nicht für jedermann ist. Ich persönlich liebe es, andere Besucher jedoch beschreiben es als die schlimmste Reise ihres Lebens. Es ist und bleibt ein Abenteuer.

Eine Frage die sich immer wieder stellt, ist ob man die Reise selber antreten oder ob man mit einer Tour gehen soll. Ich würde niemals probieren, alleine nach Punta Gallinas hochzufahren. Ich war einmal mit dem Boot dort und einmal mit meinem eigenen Wagen, aber im Konvoi mit einigen Wayuu. Ich habe jedoch schon gehört, dass allein Reisende in der Zone verschwunden sind und ich empfehle daher unbedingt eine organisierte Tour.

In Punta Gallinas besucht man den Leuchtturm „El Faro“ und Hondita Bay. Für mich aber ist der absolute Höhepunkt die Strandzeit bei den Taroa Dünen, wo man die Düne abwärts direkt ins Wasser spazieren kann, einfach spektakulär! Wenn man Glück hat, befinden sich während des Besuchs gleichzeitig große Flamingo- Populationen in der Gegend, welche man ebenfalls besuchen kann.

Anreise per Boot

Aufgrund von Regen war die Wüste bei einer meiner Reisen mit Fahrzeugen nicht passierbar. Daher wählten mein Vater (70) und ich das Boot. Von Cabo de la Vela geht es in circa 40 Minuten zu einem kleinen „Hafen“ mit Fischerbooten. Unsere Fahrzeit betrug etwa 3 Stunden und war komfortabel, denn das Meer war sehr nett mit uns. Angekommen, besuchten wir verschiedene Ziele mit einem dort bereit stehenden Fahrzeug.

Bei den Fischerbooten können Motor und Zustand sehr variieren. Wenn man Pech hat, fährt man 5 Stunden bei hohem Wellengang mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Oder aber das Boot fährt aufgrund zu hohem Wellengang gar nicht, oder hat einen Motorschaden, ein Leck oder was auch immer. Vielleicht aber läuft alles perfekt wie bei mir.

Anreise per 4×4

Aufgrund des Regens in den vorhergehenden Wochen wurde im Briefing für den Konvoi besprochen, dass die Fahrt eventuell etwas länger dauern könnte.

Wir starteten früh morgens in Cabo de la Vela um circa 05.00 Uhr mit 3 Fahrzeugen, alles Toyota Land Cruiser. Die anderen Fahrzeuge hatten ein höheres Fahrgestell und größere Reifen als meines. Nach etwa einer Stunde Fahrt gab es keine Straße mehr. Die Wayuu wissen jedoch, wie man in dieser Zone navigiert. Wir mussten verschiedentlich anhalten und lokalen Wayuu einen Zoll in Form von Esswaren bezahlen. Die Fahrt war sehr zügig und unglaublich spannend, die Landschaft einfach spektakulär.

Wir erreichten einen schlammigen Abschnitt, wo zwei weitere Fahrzeuge von anderen Tourenanbietern warteten. Die Wayuu schritten die ganze Umgebung zu Fuß ab, evaluierten und besprachen das weitere Vorgehen. Ein Fahrzeug wurde anschließend entladen und schaffte nach 3 gescheiterten Versuchen die Überfahrt und konnte dann die restlichen Fahrzeuge mittels Abschleppband rüber ziehen.

Danach waren wir in einem Konvoi von 5 Fahrzeugen unterwegs. Der nun vor mir fahrende Lenker öffnete immer wieder die Fahrertüre und es stellte sich heraus, dass dessen Klimaanlage defekt war. Die Insassen bekamen so zu der Außentemperatur von 40° Celsius noch zusätzlich regelmäßig eine Sanddusche.

Bei der Rückfahrt mussten wir verschiedentlich anhalten, um den Motor des einen Fahrzeuges zu revidieren. Ein anderes Fahrzeug hatte ein Kühlerproblem und verbrauchte sämtliche Wasserreserven der Teilnehmer. Es war Abenteuer pur.

Unterkunft

In der örtlichen Unterkunft gibt es die Option einer Hütte mit Betten oder Hängematten. Ich empfehle unbedingt die Hängematte, in den Betten ist es zu heiß und stickig. Die Toiletten und Duschen befinden sich zentral an einem Ort und funktionieren. Das Essen ist wunderbar und köstlich.

2.6. Kohlemine Cerrejon

Die Kohlemine Cerrejon gilt als eine der größten offenen Kohleminen der Welt und wird von BHP Billiton, Anglo American und Glencore betrieben. Die Mine hat eine eigene Bahnlinie zur Küste, welche eine Länge von 150 Kilometern hat. Es gibt drei Züge mit jeweils 109 Wagen, welche ununterbrochen Kohle an die Küste zum Verladen auf Frachtschiffe befördern.

Die Mine kann mit vorgängiger Anmeldung besucht werden und es gibt organisierte Touren. Die Größe der Mine ist eindrücklich und die eingesetzten Maschinen und Fahrzeuge sind riesig und lassen einen sehr klein erscheinen.

Seit der Gründung der Mine gibt es diverse Konflikte, da der lokalen Bevölkerung scheinbar Versprechungen gemacht und nie erfüllt wurden. Niedrige Pegelstände der lokalen Flüsse und Probleme mit der Wasserversorgung werden ebenfalls in Verbindung zur Mine gebracht.

Bei meinem Besuch wurde uns stolz die Renaturalisierung der Zone präsentiert und erklärt, dass die Mine diesbezüglich eine nachhaltige Politik verfolge. Meine Mitarbeiterin, als Biologin mit Doktorat, identifizierte die verwendeten Pflanzen jedoch sofort als invasiv und wurde bei genauerem Nachfragen als Umweltaktivistin betitelt. Die Strategie zielt scheinbar darauf, alles schnell grün aussehen zu lassen. Man scheint in Kauf zu nehmen, dass durch die verwendeten invasiven Arten die lokale Flora direkt bedroht wird.

2.7. Park Los Flamencos

Von Riohachas aus erreicht man diesen Naturpark in knapp 30 Minuten. Für Vogelbeobachter die in diese Gegend reisen, ist ein Besuch Pflicht. Man sieht die lokale Fauna und Flora und mit etwas Glück auch die Flamingos.

2.8. Salzgewinnung in Manaure

Viele Tourenanbieter führen diese Destination in ihren Programmen. Man fährt jedoch lediglich hin und sieht die großen Becken, in denen Salz gewonnen wird. Man erhält generell keine näheren Informationen und verlässt das Fahrzeug auch nicht. Für mich keinen Besuch wert.

2.9. Rancherias

Rancherias können in verschiedenen Regionen von La Guajira besucht werden. Es handelt sich dabei um Dörfer der Wayuu, wobei diese Dörfer meist nur eine Ansammlung verschiedener Hütten sind. Das Leben der Wayuu ist sehr einfach und sie besitzen eigentlich nichts. Einkommen werden teilweise durch die Produktion von Hängematten und Taschen sowie weiterem Kunsthandwerk generiert.

Am besten ist, für sie Nahrungsmittel mitzubringen und etwas zu kaufen. Die Hängematten (Chinchorros) sind mit Abstand die besten der Welt.

3. Empfohlene Unterkünfte in La Guajira

Hotel Taroa

Hostal Pavo Real

Rancheria Utta

4. Nachtleben

In La Guajira findet eigentlich kein sehr aufregendes Nachtleben statt, daher reicht hier auch ein Satz.

5. Kulturagenda

6. Einkaufen

Wie bereits verschiedentlich erwähnt, wird in La Guajira Kunsthandwerk hergestellt. Die farbigen Taschen und Hängematten sind von hervorragender Qualität. Man sollte direkt bei den produzierenden Wayuu einkaufen und nicht bei Zwischenhändlern.

7. Essen in La Guajira

In La Guajira kann man hervorragenden Sea Food essen. Zudem ist Ziege ebenfalls eine Spezialität, wobei mir diese persönlich nicht so mundet.

8. Beste Reisezeit

La Guajira kann das ganze Jahr über bereist werden. Während der Hurrikan-Saison hat man jedoch das Risiko von Regen. Sollte man zum Kitesurfen, nach Cabo de la Vela reisen, sollte man vorher die Windtabelle konsultieren.

9. Flughafen

Der Flughafen von Riohacha hat nationale Flugverbindungen sowie eine internationale Verbindung nach Aruba.

Aruba (Aruba Airlines)

Bogota (Avianca, Viva Air)

Pereira (Avianca)

10. Transportsysteme

Das Departement La Guajira hat direkte Busverbindungen mit Santa Marta und Cartagena sowie Cesar und Venezuela. Per Bus können dementsprechend sämtliche nationalen Destinationen erreicht werden.

Innerhalb La Guajiras gibt es aufgrund der landschaftlichen Besonderheiten nicht nur lokale Busse, sondern ebenfalls 4×4 Collectivos und Sammeltaxis.

Es ist möglich, am gleichen Tag von Cabo de La Vela nach Cartagena zu reisen, man muss dazu jedoch früh aufstehen.

11. Was ich an La Guajira mag und was ich nicht mag

Für mich ist La Guajira ein magischer Ort und ich empfehle jedem Reisenden mit einem bisschen Abenteuerlust, diese fantastische Reisedestination zu besuchen. Die Landschaften, das Essen, die lokale Kultur und die Aktivitäten sind auf mich wie zugeschnitten. Auch die hohen Temperaturen stören mich nicht groß, da das Klima sehr trocken ist.

La Guajira gilt in Kolumbien als eines der ärmsten und korruptesten Departemente. Dies widerspiegelt sich in der hohen Kindersterblichkeit und dem tiefen Bildungsniveau der Lokalbevölkerung. Auch die Nähe zu Venezuela mit der momentanen und anhaltenden schwierigen Situation verschlechtert sich generell die Sicherheitslage.

Lieber Leser

Ich hoffe, dieser Reiseführer war hilfreich. Gerne organisieren wir Ihre Reise nach Kolumbien. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, folgen Sie einfach dem folgenden Link zur Hauptseite www.pelecanus.com.co.

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