Las Islas Hotel um Cartagena Kolumbien

Das beste Hotel um Cartagena?

Zugegeben erstmal vorweg, das Hotel von dem ich sprechen werde, befindet sich nicht unmittelbar in Cartagena, aber das ist ja schliesslich nur ein Detail. Das zugrunde liegende Hotel befindet sich auf der Halbinsel Baru und ist ganz neu, noch kein Jahr offen und wurde von Aviatur. gebaut. Nach Aussagen der Angestellten war der Boss, Jean Claude Bessudo, höchstpersönlich für die Planung und Ausführung vor Ort.

Jedenfalls möchte ich die Spannung nicht noch länger hochhalten und den Namen preisgeben, es handelt sich um das Hotel Las Islas auf Barú. Natürlich wäre ich nicht ich, wenn ich den normalen Reiseweg beschreiten würde.

Wie kommt man in das Hotel Las Islas?

Ich flog also von Bogotá nach Cartagena und machte mich mal schlau, was denn die alternativen Transportwege nach Barú sind und fand schliesslich einige Informationen. Am Flughafen in Cartagena angekommen, nahm ich das Taxi zur Befestigung de San Felipe, eines der Wahrzeichen der Stadt. Dort wartete ich auf den Collectivo (Komunaler Bus) nach Pasacaballos. Der kostete mich gerade mal COP 2,000.—und dauerte 45 Minuten. In Pasacaballos angekommen musste ich den Weitertransport gar nicht erst suchen. An der Station stürmten junge Burschen den Bus und priesen ihre Fahrdienste auf ihren Motorrädern an. Das kostete mich nochmals COP 20,000.–. Pasacaballos ist übrigens ein kleines Dorf an der Küste, südlich von Cartagena, nichts besonderes.

Die Fahrt auf dem Rücksitz des Motorrades war nicht besonders komfortabel, aber mein Gepäck hatte ich vorgängig so gewählt, dass es Mototauglich war. Die Fahrt war allerdings extrem schön. Mit dem Fahrtwind im Gesicht konnte ich die Landschaft geniessen, welche zudem unterschiedlich daher kam. Die Strasse, welche nach Baru führt, ist zudem neu und man muss nicht mehr dem Strand entlang fahren, hat dennoch immer noch das Meer auf der Seite der Fahrbahn. Wir fuhren durch das Dörfchen Baru und kamen zum Eingangstor des Hotels, wo man uns zuerst mit böser Miene weg wies, bis ich erklärte, dass ich eine Reservierung hätte.

Check-in im Hotel Las Islas

Da es Sonntag war, dachten die Sicherheitsleute wohl, dass wir uns auf dem Weg zu Playa Blanca, verirrt hatten, was ebenfalls auf der selben Strecke liegt. Jedenfalls glaube ich, war ich der erste Gast seit Eröffnung, der auf dem Rücksitz eines Motorrades anreiste, der durchschnittliche Tarif für eine Nacht kostet schliesslich USD 500.–.

An der Rezeption angekommen (Es gibt 2 Rezeptionen, eine für Land und eine für Wasser) wurde ich mit einem Golfkart abgeholt. Nach dem Check in an der Hauptrezeption und Bootsanlegestelle fuhren wir zu meinem Bungalow. Das Hotel liegt in Mitten der natürlichen Umgebung der Insel und Eingriffe wurden nur wo nötig vorgenommen. Aufgrund dessen muss man immer aufpassen, dass man sich das Dach des Fahrzeugs nicht an einem herunterhängenden Ast anschlägt.

Zimmer und Service im Hotel Las Islas

Im Bungalow angekommen, war ich positiv überrascht und als mein Fahrer die Balkontüre öffnete, wollte ich sofort zu einem Freudensprung ansetzen. Ich hatte einen privaten Pool mit Sicht auf das Meer und die Bucht. Und wieder einmal fehlte eine weibliche Begleitung für solch einen spektakulären Besuch… aber ich war ja zum arbeiten hier und nicht zum Vergnügen. Jedenfalls war der Bungalow mit allem nötigen ausgestattet. Es gab Klimaanlage, Ventilator, das Bett war super komfortabel und eben die Lage, war absolute Spitze.

Angekommen packte ich schnell meine nötigsten Sachen zusammen und machte mich auf zur Erkundungstour. Gleich 50 Meter nebenan fand ich den Strand, welcher nicht übermässig gross ist, jedoch jeglichen Ansprüchen genügt. Es hat zudem ein Restaurant, welches täglich frischen Fisch serviert, sowie Bar und genügend Liegen. Desweitern gibt es ein Floss mit gratis Getränken (inkl. Bier). Man schwimmt also raus und in einer Kühlbox erwartet einen die Belohnung, gibt es etwas Schöneres als das?

Als nächstes machte ich mich auf, das Clubhaus zu erkunden, welches ebenfalls als Restaurant zum Abendessen dient. Das vierstöckige Gebäude ist grosszügig in seinen Platzverhältnissen und verfügt über verschiedene Terrassen, eine klimatisierte Bibliothek, einen Ausguck sowie dem Restaurant. Man hat dort eine phantastische Aussicht, also der perfekte Ort um Fotos zu schiessen oder die Drohne steigen zu lassen.

Am nächsten Tag ging ich bereits um 06:00 zum Frühstücksrestaurant, welches sich auf einer schwimmenden Platform befindet. Nicht selten, habe ich mir sagen lassen, schwimmen die Gäste zum Frühstück. Das Buffet ist reichhaltig und es mangelt einem an nichts. Ein offizieller Rundgang stand bevor und glücklicherweise wartete dazu ein Golfwagen, da das gesamte Gelände circa 50 Hektaren umfasst und mit über 50 Bungalows ausgestattet ist. Diese sind entweder am Meer gebaut, manche Verfügungen dazu über einen privaten Pool, andere sind als Baumhäuser konzipiert. Das ganze Hotel ist zudem im Einklang mit der Natur erstellt worden. Auf den verzweigten Wegen befindet man sich daher meist im Schatten und bekommt auch ab und zu interessante Tiere zu Gesicht. Jeder Bungalow verfügt dazu über Fahrräder.

Das Hotel verfügt über einen Fitnessraum, einen Shop der handgemachte lokale Produkte anbietet und ein Spa, welches die nächste Station war. Dort verfügen sie über eine futuristische Maschine, welche die humanen Schwingungen wieder ins Gleichgewicht bringt. So habe ich mir zumindest sagen lassen. Es gibt dazu Yoga Klassen, Massage drinnen und am Strand. Das Spa lässt meines Erachtens keine Wünsche offen. Nach einem kurzen Abstecher zum Helikopterlandeplatz, besichtigten wir dann zwei Bungalows in den Bäumen sowie einen weiteren direkt am Meer mit Pool. Spektakulär kann ich nur sagen. Bei den Baumbungallows hat man unten an der Treppe eine Gegensprechanlage inklusive Kamera um mit den Bewohnern Kontakt aufzunehmen.

Fahrt vom Hotel Las Islas zurück nach Cartagena

Die Zeit verging jedoch wie im Fluge, da ich überall mit Filmaufnahmen beschäftigt war um alles zu dokumentieren. Am Abend wurde ich dann speziell bekocht und machte ebenfalls noch ein Interview in der Küche.

Die Fahrt zurück am nächsten Tag teilte ich mir mit Robert und seiner Tochter Vanessa. Die Fahrtkosten mit einem privaten Fahrzeug sind rund COP 450,000.–. Vanessa, kaum im Teenageralter, war vom Hotel und den möglichen Aktivitäten begeistert. Wir machten darauf gleich noch ein Interview.

Rückblickend kann ich zusammenfassen, das Hotel Las Islas in Baru ist ein sehr schönes Hotel und Qualitätsansprüche werden befriedigt. Es ist sehr romantisch und ist daher perfekt für Paare. Es ist jedoch durchaus für Familien mit Kindern geeignet, da man den privaten Strand geniessen kann und etliche Aktivitäten und Ausflüge angeboten werden. Das Essen ist toll und die vorhandenen Installationen bieten jeglichen Komfort.