Die 9 Besten Wanderregionen und 27 Routen in Kolumbien

Liebe Leser

Mein Name ist Frank und ich betreibe ein Reisebüro in Bogota, Kolumbien. Wenn Sie ein Feedback oder Vorschläge haben, schreiben Sie diese bitte in die Kommentare. Vielen Dank und eine gute Reise nach Kolumbien!

Wandern in Kolumbien

Wer an Kolumbien denkt, dem kommt wahrscheinlich nicht gleich das Wandern in den Sinn. Das Land ist jedoch ein Paradies für Wanderer. Neben den drei Kordilleren gibt es noch weitere Gebirge, was fantastische Landschaften und Routen verspricht.

Dann gibt es natürlich ebenfalls all die Gebiete im Flachland, wie die Llanos, den Amazonas und die karibische Küste.

Kolumbien befindet sich am geographischen Äquator und die Temperaturen sind daher das ganze Jahr über stabil. In tiefen Lagen ist es jeweils heiß und bei steigender Höhenlage nimmt die Temperatur ab.

Aufgrund des Klimas und der verschiedenen Höhenlagen empfehle ich den Wanderern vor allem gute, stabile Schuhe, Regenschutz und auch in kühleren Höhen einen Sonnenschutz. Vor allem dort unterschätzt man die sehr starke Sonnenstrahlung und bekommt schnell einen Sonnenbrand.

Der höchste Gipfel Kolumbiens befindet sich in der Sierra Nevada de Santa Marta und misst über 5,700 Meter (18,700 Fuß) über Meer. Neben tiefen und flachen Lagen, karibischem Meer und sehr heißen Gebieten, gibt es schneebedeckte Gipfel, Gletscher und zum Teil noch aktive Vulkane. Weiter gibt es die Paramo, eine Vegetationsform der baumlosen, alpinen Hochlandsteppen.

Folgend werde ich jeweils auf die entsprechenden Regionen näher eingehen, sowie explizite Routen aufzeigen.

Wandern und Wanderrouten in Bogota

Bogota ist die politische und wirtschaftliche Hauptstadt Kolumbiens. Es ist eine riesige Stadt mit 12 Millionen Einwohnern und einem katastrophalen Verkehrssystem. Bogota liegt auf über 2,600 Metern (8,500 Fuß) über Meer und es gibt sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt viele Wandermöglichkeiten.

Rio Arzobispo

Oberhalb des Parque Nacional überquert man die Circunvalar und kommt dann zum Anfang des Wegs. Auf einem Hügel nebenan stehen markante Kunstwerke sowie Installationen der Wasserwerke, dies als Punkte zur Orientierung.

An verschiedenen Tagen wird von der Stadt ein geführter Spaziergang organisiert. Viele Einwohner machen sich jedoch auch alleine auf, die meisten jedoch in Begleitung von Hunden, die hier sehr geliebt werden.

Momentan scheint der Weg nicht allzu sicher zu sein, man berichtete mir von Überfällen und Raub. Man sollte daher die aktuelle Sicherheitslage im Vorfeld klären.

Das Eingangstor ist jeweils nur bis 10 Uhr morgens geöffnet, man sollte daher zeitig aufbrechen.

La Chorrera

Der Chorrera Wasserfall ist circa eine Fahrstunde vom Zentrum von Bogota entfernt. Man kann den Bus nehmen, muss dann jedoch noch etwa eine Stunde Fußmarsch einplanen. Einfacher ist es, für die Strecke einen Transport zu organisieren.

Die kurze Reise lohnt sich allerdings. Man findet einen guten Wanderweg, welcher jedoch stetig bergauf führt. Er teilt sich dabei in zwei Stationen. Die erste Station erreicht man nach weniger als einer Stunde Fußmarsch am unteren Teil des Wasserfalles, wo sich der Pool befindet.

Man kann sogar hinter dem Wasserfall durchgehen. Wer es gerne kalt mag, kann im Naturbecken baden und dort werden ebenfalls Getränke und Verpflegung offeriert.

Rund eine weitere Stunde Fußmarsch weiter den Berg hoch, kommt man zur zweiten Station, einem höher gelegenen Aussichtspunkt des Wasserfalles. Dort kann man sich dann den Wassernebel ins Gesicht spritzen lassen.

Obwohl Kolumbianer mit dem unmöglichsten Schuhwerk unterwegs sind, empfehle ich hier ein paar gute Schuhe, da es an einigen Stellen etwas schlammig und auch etwas rutschig sein kann.

Cerro de Monserrate

Monserrate ist der Hausberg von Bogota und wer ein bisschen Zeit in Bogota verbringt und sportlich ist, der sollte diesen Berg ebenfalls zu Fuß bezwingen.

Ich brauchte das letzte Mal rund 45 Minuten bis auf den Gipfel und würde mich als lediglich durchschnittlichen Sportler beschreiben.

Der Einstieg in den Weg befindet sich rund 50 Meter (165 Fuß) oberhalb der Talstation der Gondelbahn. Der Weg ist 2,350 Meter (7,700 Fuß) lang , einschließlich 1,605 Treppenstufen. Start ist auf 2,700 Meter (8.860 Fuß) über Meer und das Ziel auf 3,150 Meter (10,350 Fuß) über Meer. Man wird demnach 450 Höhenmeter (1,475 Fuß) bewältigen.

Ich glaube, der Weg öffnet jeweils um 5 Uhr morgens. Ich rate davon ab, Monserrate an Sonn- und Feiertagen zu besuchen, denn es kann dann ganz schön voll werden.

Quebrada La Vieja

Quebrada la Vieja ist einer der bekanntesten und beliebtesten Wanderwege innerhalb der Stadt. Der Einstieg in den Weg ist bei der Kreuzung der Circunvalar mit Calle 71.

Der Weg wurde erst im Oktober 2019 wiedereröffnet. Die Öffnungszeiten sind von 5-11h von Dienstag bis Freitag sowie 6-11h an Wochenenden und Feiertagen.

Der Weg bietet nicht nur eine tolle Aussicht über die Stadt, sondern bietet viel Natur und kleine Wasserfälle.

Laguna de Guatavita

Die Lagune von Guatavita ist ein wichtiger historischer Ort mit großer kultureller und spiritueller Bedeutung auf einer Höhe von 3200 Metern über Meer. Besonders eindrucksvoll ist die Tour, wenn man zuvor das Goldmuseum in Bogota besucht hat, denn von hier stammen viele der Ausstellungstücke im Museum.

Es ist nicht ein Wanderweg im klassischen Sinn, sondern man spaziert auf einem Lehrpfad der Ureinwohner, zur Muisca-Kultur. Es werden am Eingang geführte Touren auf Spanisch angeboten.

Am Ende des Pfades mit teilweise vielen Stufen kommt man an den Rand der Lagune, wo man eine spektakuläre Rundumsicht genießen kann. Am Ausgang auf der anderen Seite des Hügels kann man entweder mit bereit gestellten Fahrzeugen zurück zum Eingang fahren oder ebenfalls zurück spazieren.

Laguna La Siecha

Die drei Lagunen sind ein Teil des Nationalparks Chingaza, besitzen jedoch einen separaten Eingang und die Anreise von Bogota dauert circa zwei Stunden.

Die Anfahrt lohnt sich jedoch unbedingt. Am Eingang gibt es eine kleine Einführung per Video. Anschließend kann man hoch zu den Lagunen wandern, wobei das Gelände steil und der Boden teilweise sehr durchnässt und weich ist. Ich empfehle unbedingt Gummistiefel oder hohe, wasserfeste Wanderschuhe.

Man steigt bis auf eine Höhe von über 3,600 Metern (11,810 Fuß) über Meer und ist damit mitten in den Paramos. Ich war bereits zweimal dort, einmal mit guter Sicht und einmal in dickem Nebel. Für mich ist dies jedoch einer der spektakulärsten Wanderausflüge nahe Bogota.

Parque Nacional Natural Chingaza

Der Nationalpark Chingaza liegt nah in Bogotas Nachbarschaft, wird aber erstaunlich wenig besucht. Es ist ein absolutes Naturparadies und perfekt für Wanderungen.

Im Park gibt es verschiedene Eingänge und verschiedene Routen. Man kann außerdem mit einem Zelt dort auch campieren. Der Park geht auf bis über 4,000 Meter (13,120 Fuß) über Meer und das Klima ist generell kühl und feucht, Nebel ist nichts außergewöhnliches.

Am Global Big Day 2018 übernachtete ich mit zwei Kollegen bei der Lagune von Chingaza im Administrativ-Gebäude. Am nächsten Tag frühmorgens fuhren wir bis Villavicencio und bewältigten dabei eine Höhendifferenz von circa 3,500 Metern (11,500 Fuß). Wir registrierten und beobachteten dabei 120 Vogelspezies. Darum ein Fernglas mitnehmen.

Der Nationalpark ist riesig und bietet unglaubliche Wandererlebnisse, ich kann einen Besuch jedem empfehlen.

Wandern und Wanderrouten in Boyacá

Das Departement Boyacá befindet sich nördlich von Bogota und ist ein absolutes Paradies für Wanderer und Fahrradfahrer. Es gibt zudem eine Tour, wo man von Bogota aus durch Boyaca bis nach Yopal in den Llanos reitet.

Obwohl Boyaca sehr hohe Berggipfel besitzt, ähnelt ein Großteil der Landschaft den Voralpen. Bekannte Destinationen sind Villa de Leyva, Mongui und die Sierra Nevada del Cocuy.

Das Departement ist ebenfalls bekannt für seine Weihnachtslichter im Dezember. Aufgrund der Kolonisation findet man in der ganzen Region sehr hübsche koloniale Dörfer und Städte mit den dazugehörigen Kirchen und zentralen Plätzen.

Villa de Leyva

Villa de Leyva ist die wohl beliebteste Destination für die Bewohner der Hauptstadt. Es befindet sich auf einer Höhe von 2,150 Metern (7,050 Fuß) über Meer und begrüßt seine Besucher daher mit einem sehr angenehmen Klima. Die Gegend um Villa de Leyva ist trocken und wirkt manchmal steppenhaft.

Parque Iguaque

Der Besuch der Lagune von Iguaque ist eine sehr gute Option bei einem Besuch der Region. Die Höhe über Meer beträgt rund 3,800 Meter (12,500 Fuß).

Auf dieser Höhe ist man wieder in den Paramos unterwegs und das Klima kann sehr feucht und kalt werden. Gute Schuhe und Regenschutz sind bei schlechten Witterungsverhältnissen absolut zwingend.

Die Aussichten, welche man auf dieser Wanderung erleben kann, sind absolut der Mühe wert. Der Aufstieg zur Laguna dauert circa drei Stunden.

Las Carcavas

Ebenfalls in der Nähe von Villa de Leyva, sollte man sich für diese Tour rund drei Stunden einplanen. Zudem sollte man genügend Wasser dabei haben, da es ziemlich warm werden kann.

Diese Wanderung kann man direkt in Villa de Leyva starten. Sonnenschutz nicht vergessen.

Wandern und Wanderrouten in Monguí

Monguí ist nicht nur Mitglied im Club der kolumbianischen Kulturgüter, sondern ebenfalls eine fantastische und leider unterschätzte Ausflugsdestination. Das Dorf liegt auf einer Höhe von rund 2,900 Metern (9,510 Fuß) über Meer.

Paramo de Oceta & Laguna Negra

Für Kenner ist dieser Paramo ein unbedingtes Muss. Die Strecke misst circa 10 Kilometer (33,000 Fuß) und wird als anspruchsvoll klassifiziert. Der Weg wurde nach 2-jähriger Bauzeit im 2019 eröffnet.

Der Weg führt in die Paramos und passiert auch die Laguna Negra. Man spricht beim Paramo de Oceta immer wieder vom schönsten Paramo der Welt. Dies ist sicherlich möglich, da es Paramos nur in wenigen Ländern der Welt gibt.

Wandern und Wanderrouten in El Cocuy

Cocuy ist ein kleines historisches Dorf, beinahe am Ende der Welt. Von Bogota mit dem Bus dauert die Fahrt rund 12 Stunden und beinhaltet gefühlte 5 Millionen Kurven. El Cocuy befindet sich auf 2,750 Metern (9,000 Fuß) über Meer.

El Cocuy wurde 1541 gegründet und liegt am Fuße der Sierra Nevada del Cocuy. Die Gipfel dieses Gebirges erheben sich bis über 5,300 Meter (17,400 Fuß) über Meer.

Parque Nacional Natural El Cocuy

Der Nationalpark El Cocuy wurde 1977 gegründet und befindet sich im Territorium von Boyaca, Arauca und Casanare.

Das Territorium ist außerdem die Heimat der indigenen Uwa.

Nach meinem Wissensstand sind momentan drei Routen offen. Aufgrund von Problemen in der Vergangenheit, wo touristische Aktivitäten zu Verschmutzung und Zerstörung führten, wurde der Park teilweise geschlossen. Bei Interesse sollten zeitnahe Informationen über die aktuelle Lage eingeholt werden.

Wandern und Wanderrouten im Kaffeedreieck

Die kolumbianische Kaffeezone ist sicherlich eine der schönsten Regionen Kolumbiens, wenn nicht sogar der Welt. Die Landschaften sind hügelig bis bergig. Das Kaffeedreieck besteht mehrheitlich aus den drei Departementen Caldas, Risaralda und Quindio und einem Teil des Departements Tolima.

Auf der östlichen Seite der Zone findet man die mittleren Kordilleren und gegen Westen hin die westlichen Kordilleren. Danach kommt bereits die Pazifikküste.

Im ganzen Gebiet findet man eine riesige Anzahl an Wanderrouten, viele nicht bekannt und dennoch spektakulär. Am besten jeweils vor Ort durchfragen, so bekommt man vielfach gute Tipps. Folgend werde ich nur eine Handvoll beschreiben, ansonsten müsste ich den Text um 20 Seiten verlängern.

Nevado del Ruiz

Der Vulkan Nevado del Ruiz kann von Manizales aus sehr schnell erreicht werden. Seine Höhe beträgt 5,321 Meter (17,460 Fuß) über Meer.

Man kann Tages- oder Mehrtagestouren im Nationalpark Los Nevados unternehmen.

Aufgrund regelmäßiger seismischer Aktivitäten ist der Park sowie die Wanderwege nicht immer zugänglich. Man sollte sich daher vorher zeitnah informieren.

Nevado del Tolima

Ibague ist der beste Ausgangspunkt für diesen Vulkan im Departement Tolima. Um diesen zu besteigen, braucht man jedoch eine professionelle Ausrüstung und einen entsprechend erfahrenen Guide. Auf dem Gipfel liegt normalerweise Schnee und Eis. Die Höhe beträgt 5,220 Meter (17,125 Fuß) über Meer.

Sollte man jedoch von dieser mehrtägigen Tour absehen, kann man ebenfalls im Cañón Del Combeima, unterhalb des Vulkans, wandern.

Dieses Gebiet ist leicht zu erreichen und bietet einige nette Ausflugsziele. In der Vergangenheit war das Tal aber nach starkem Regen für Tage oder sogar für Wochen von der Umwelt abgeschnitten.

Salamina

Salamina erreicht man mit einem Fahrzeug von Manizales aus in rund 2 Stunden, es sind jedoch unendlich viele Kurven zu bewältigen.

Das kleine, hübsche und ursprüngliche Dorf gehört zu den Kulturgütern des Landes und ist touristisch bisher nur wenig besucht.

Nur 90 Minuten entfernt liegt der Wald von Samaria, wo man zwischen den Wachspalmen wandern oder auch reiten kann. Wenn ich die Wahl zwischen dieser Destination und dem Cocora Tal hätte, würde ich mich immer für diese Destination entscheiden, weil man hier keine Touristenströme findet.

Ecoparque Penas Blancas

Ganz in der Nähe von Armenia bei der Ortschaft Calarcá, findet man diesen Aufstieg zum Gipfel auf 2,500 Meter (8,200 Fuß) über Meer.

Am Eingang liegt ein Restaurant, wo man den Eintritt bezahlt. Nach einem kurzen Aufstieg erreicht man eine Weggabelung, entscheidet dann für schwierig oder leicht. Sollte man schwierig wählen, wird man klettern und sich ab und zu ebenfalls den Weg suchen müssen. Dies ist spannend aber nicht für alle Wanderer stressfrei.

Der leichte Weg ist hervorragend angelegt und führt zu verschiedenen Aussichtspunkten über das Departement Armenia.

Diese Tour kann man in einem halben Tag absolvieren und ich kann diese nur empfehlen.

Nach Aussagen der Restaurantbetreiber gibt es außerdem ein Projekt, die ganze Bergflanke für Fahrradfahrer und Wanderer zu erschließen. Dieses wird sicher nicht bis morgen realisiert werden, aber sollte das Projekt gelingen, wird das ein großartiges Ausflugsziel werden.

Valle de Cocora

Über das Valle de Cocora muss ich wahrscheinlich gar nicht zuviel schreiben, da dies eine der häufigsten Touristendestinationen Kolumbiens ist. Auf diesem Weg möchte ich nur einen Tipp geben, nicht an Wochenenden und Feiertagen hingehen, dann ist das Erlebnis sicher großartig, viel Spaß!

Von Salento aus führt außerdem noch eine Tour in die Richtung Tolima, wo man ebenfalls viele Wachspalmen zu Gesicht bekommt. Sollte man noch Zeit haben, empfehle ich unbedingt diesen Abstecher, es lohnt sich.

Riseralda

In Riseralda hat man die Möglichkeit, bis nach Quibdó, der Hauptstadt des Departements Choco am Pazifik, zu fahren. In dieser Grenzregion war ich bereits zur Vogelfotografie unterwegs.

Die Zone ist unglaublich schön und spannend, da man auf der einen Seite die aufsteigenden Hügel sowie den ganzen Kaffeeanbau sieht und dann in das Einflussgebiet des Pazifiks vorstößt.

Ich kenne dort keine spezifischen Wanderwege, denn wir waren damals mit einem lokalen Guide unterwegs. Sollte die Beschreibung jedoch Interesse ausgelöst haben, sollte man sich das Gebiet um Apia näher anschauen.

Weitere gute Destinationen in Riseralda sind außerdem Nevado Santa Isabel und Laguna del Otún.

Wandern und Wanderrouten Putumayo

Ich war bereits zweimal in Putumayo und leider jedes Mal viel zu kurz. Das Departement war früher ein Zentrum der Guerillas, seit dem Friedensabkommen entwickelt sich aber langsam Tourismus.

Das ganze Gebiet ist durch die frühere Besetzung der militanten Gruppen sehr jungfräulich geblieben und die Natur in vielen Teilen unberührt. Es gibt Dutzende Wasserfälle und viele Routen, die man jedoch zwingend mit einem lokalen Guide bewandern sollte.

Fin del Mundo

Das Ende der Welt! So heißt der Wasserfall in der Nähe von Mocoa. Die Region ist auch bekannt für Ayahuasca-Erlebnisse mit lokalen Indigenen.

Der Aufstieg zum Wasserfall dauert rund eine Stunde. Bevor man jedoch zum Wasserfall kommt, kann man noch in diversen natürlichen Wasserbecken den Sprung ins kühle Nass wagen.

Der Wasserfall ist spektakulär und man wird vor Ort mit Kletterausrüstung gesichert. Dann kann man bis an den Rand des Wasserfalls treten und hinunter schauen.

Wandern und Wanderrouten in Popayan

Popayan ist die Hauptstadt des Departements Cauca. Sie wird ebenfalls die weiße Stadt genannt und ist außerordentlich schön. Popayan ist außerdem ein Wallfahrtsort für Christen.

Die Stadtführung kann man bereits als kleine Wanderung bezeichnen, da man auch die nahen Hügel besteigt. Die wahre Wanderdestination folgt jedoch noch.

Puracé

Der Vulkan Puracé befindet sich rund eine Stunde von Popayan entfernt. Er hat eine Höhe von über 4,600 Metern über Meer. Das Gebiet wird von Indigenen bewohnt, welche ebenfalls Wanderungen anbieten.

Die Region ist vor allem für Kondorsichtungen bekannt, wobei für eine Sichtung keine Garantie abgegeben wird. Dieser bis zu 15 Kilogramm schwere Vogel mit einer Flügelspannweite von über drei Metern ist in Südamerika geschützt und es besteht seit einigen Jahren auch ein Erhaltungsprogramm.

Die indigene Bevölkerung hat die Anzahl der täglichen Besucher limitiert. Es kommt daher immer wieder zu Konflikten mit Reiseveranstaltern in der Region.

Wandern und Wanderrouten in Narino

Narino ist ebenfalls ein absolutes Wanderparadies. Das Departement liegt ganz im Süden von Kolumbien und grenzt an Ecuador. Es gibt unzählige Routen und rund 15 Vulkane. Das Departement ist wirklich einzigartig, denn es grenzt im Osten an das Amazonasgebiet und im Westen an den Pazifik.

Es gibt hier zwei Gebiete, die ich folgend hervorheben möchte.

Laguna de la Cocha

Eine der größten Wasserspeicher des Landes befindet sich nur rund eine Fahrstunde von Pasto entfernt, der Hauptstadt des Departements Narino.

Rund um die Laguna haben inzwischen diverse Bauern angefangen, die natürlichen Ressourcen zu konservieren und Ökopfade einzurichten. Man kann sich demnach im Gebiet bewegen und auch verpflegen.

In der Lagune befindet sich zudem der kleinste Nationalpark Kolumbiens. Die Insel Santuario de Flora Isla de la Corota kann mit dem Schiff besucht werden.

Vulkan Azufral

Rund zwei Fahrstunden von Pasto entfernt, befindet sich der Azufral Vulkan mit der grünen Lagune im Kraterinnern.

Der höchste Punkt des Vulkans befindet sich auf über 4,000 Metern (13,100 Fuß) über Meer. Man kann mit einem Fahrzeug jedoch ziemlich weit hochfahren und ich brauchte zu Fuß vom Eingang bis zur Laguna rund 90 Minuten. Mein etwas weniger trainierter damaliger Stellvertreter ließ nach meiner Ankunft nochmals 30 Minuten auf sich warten.

Der Aufstieg ist leicht und der Weg ist gut bewirtschaftet. Die Aussicht lohnt sich absolut. Aufgrund der Höhe und des Klimas kann die Sicht allerdings auch schlecht sein.

Der Vulkan Azufral ist jedoch nicht immer geöffnet. Vor allem aufgrund Verschmutzung durch Touristen, wurde die Route immer wieder geschlossen. Sollte man Interesse an einer Besteigung eines Vulkans haben, sollte man sich zeitnah informieren. Im Gebiet gibt es ja zum Glück genügend Alternativen.

Wandern und Wanderrouten in Santander

Das Departement Santander ist bereits seit längerem bekannt für Outdoor-Begeisterte und Extremsportler. Mit dem Graben von Chicamocha, zwei Kilometer tief und über 50 Kilometer (31 Meilen) lang sowie San Gil, ist diese Region eine absolute Referenz. Dazu besitzt die Region noch das schönste Kolonialdorf Kolumbiens, was für ein Paradies!

Camino Real von Barichara nach Guane

Dieser historische Weg verbindet die Dörfer Barichara und Guane. Die rund 6 Kilometer (3.7 Meilen) legten bereits die indigenen Guanesen vor Jahrhunderten zurück. Heute ist es eine der bekanntesten Wege Kolumbiens.

Obwohl das Klima in der Gegend sehr angenehm ist, empfehle ich den Weg frühzeitig anzugehen, da es doch heiß werden kann und es nicht überall Schatten gibt.

Wandern im Cañón del Chicamocha

Der Chicamocha Graben ist extrem groß und bietet daher unzählige Wanderrouten. Es gibt vor Ort diverse Anbieter für geführte Touren.

Aufgrund der Höhendifferenz bewegt man sich zudem in ganz unterschiedlichen Klimazonen. Für mich ist diese Region ein absolutes Highlight in Kolumbien.

Wandern und Wanderrouten um Santa Marta

Wie ich immer und überall erkläre, bin ich ein absoluter Fan von Santa Marta an der karibischen Küste. Die Stadt ist klein und fein, hat einen hübschen historischen Kern und ist der perfekte Ausgangsort für diverse Aktivitäten. Mit der Sierra Nevada de Santa Marta besitzt die Region außerdem das höchste Küstengebirge der Welt.

Sierra Nevada de Santa Marta

Der höchste Gipfel befindet sich auf über 5,700 Metern (18,700 Fuß) über Meer. Wer jetzt sofort dorthin aufbrechen will sei gewarnt, das Gebiet wird von diversen indigenen Völkern bewohnt und ein Zugang ist nicht ohne Weiteres möglich.

Dennoch bietet das Gebiet rund um Minca diverse Wanderrouten an. Um den teilweise lauten und penetranten Touristenmassen in der näheren Umgebung von Minca zu entfliehen, sollte man sich eine Transportmöglichkeit beschaffen.

Denn um in höhere Lagen zu gelangen, braucht man entweder ein höhergelegtes 4×4 Fahrzeug oder ein geländegängiges Motorrad.

Für spezielle Touren, Zugang zu geschlossenen Routen oder Wandern tief in der Sierra Nevada de Santa Marta, empfehle ich eine professionell geführte Tour.

Tayrona Park

Dies ist die wahrscheinlich heißeste Wanderroute auf der Liste. Der Nationalpark befindet sich direkt an der Küste und ist der meistbesuchte Park des Landes. Es gibt daher auch eine Zugangsbeschränkung.

Vom Haupteingang kann man bis Cabo San Juan wandern, was circa drei Stunden dauert. Man kommt dabei an diversen Stränden vorbei, die zum Baden einladen. Achtung, an diversen Stränden gibt es gefährliche Strömungen und es gab bereits einige Todesfälle.

Von Cabo San Juan kann man entweder ein Boot zurück nach Taganga nehmen oder wieder zu Fuß aus dem Park wandern. Wer das Boot nehmen möchte, dieses fährt einmal am Nachmittag und hat eine limitierte Anzahl Plätze. Man sollte daher im Vorfeld oder gleich nach Ankunft seinen Sitzplatz reservieren.

Im Tayrona Park kann man natürlich auch andere Strecken wandern und sich auch geführten Touren anschließen.

Die Verlorene Stadt

Die Ciudad Perdida ist ein absoluter Höhepunkt, denn man wandert in 4, 5 oder 6 Tagen die Sierra Nevada de Santa Marta hoch, bis in die verlorene Stadt.

Man sollte gute Schuhe haben, denn die Wege sind teilweise steil und etwas schlammig. Man kann dieses Abenteuer nur mittels einer geführten Tour erleben, wobei eine private Kleingruppe mit Guide möglich ist.

Die Gesamtdistanz wird mit rund 50 Kilometern (31 Meilen) angegeben. Für mich persönlich war die Distanz nicht die große Herausforderung sondern das heiß feuchte Klima. Man ist vom Start weg immer nass.

Wer hierzu genauere Informationen möchte, der kann meinen Bericht über die Reise in die verlorene Stadt konsultieren.

Wandern und Wanderrouten auf Providencia

Providencia ist die kolumbianische Karibik-Trauminsel schlechthin. Der höchste Punkt der Insel befindet sich auf einem Hügel und nennt sich “The Peak”. Man kann diesen einfach erreichen und ist in circa einer Stunde oben.

Die Aussicht von dort ist atemberaubend und man sieht nicht nur die diversen Blautöne des Meeres, sondern ebenfalls die verschiedenen Korallenriffe rund um die Insel.

Da es auf der Insel im Verlauf des Tages ziemlich heiß werden kann, empfehle ich einen Aufstieg zeitig am Morgen.

Kolumbien Reiseführer

Wer inzwischen Lust verspürt, um nach Kolumbien zu reisen, der sollte sich unbedingt meine Reiseführer in den verschiedenen Regionen ansehen.

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2020-08-03T16:46:18+00:00

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