Die 16 Wichtigsten & Grössten Städte Kolumbiens

Plaza de Bolivar in Bogota Colombia

Last updated on January 23rd, 2021 at 02:43 pm

Liebe Leser

Mein Name ist Frank und ich betreibe ein Reisebüro in Bogota, Kolumbien. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Wer an Kolumbien denkt, dem kommen meistens zuerst Fußball, die schönen Frauen, Drogen und eventuell sogar Salsa in den Sinn. Kolumbien bietet jedoch eine unglaubliche Vielfalt und eine sehr spannende Kultur, wobei man in diesem Land eigentlich von verschiedenen Kulturen sprechen sollte. Im folgenden Blog habe ich die größten und bekanntesten Städte Kolumbiens zusammengefasst und einen praktischen Überblick geschaffen. Ich hoffe, bei der Lektüre kommt dann sogleich Reiselust auf.

Kolumbianische Städte an der Atlantikküste

 Cartagena

Departement: Bolívar
Lage: Karibische Küste
Klima: 24-32° Celsius / 75-155° Fahrenheit
Bevölkerung: 900,000
Fläche: 572 Quadratkilometer / 220 Quadratmeilen
Elevation: 2 Meter über Meer / 7 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 1. Juni 1533

Cartagena ist touristisch die wohl bedeutendste kolumbianische Stadt nach Bogota und Hauptstadt des Departement Bolivar. Die perfekte Lage direkt am karibischen Meer sowie die wunderschöne koloniale Altstadt verzaubern nationale, sowie internationale Touristen. In Cartagena legen ebenfalls Kreuzfahrtschiffe an. Im historischen Teil findet man viele Sehenswürdigkeiten, Boutique Hotels sowie Restaurants. Es ist ein El Dorado für Touristen. Die ummauerte Stadt ist aufgrund der Romantik ihrer Straßen und ihrer Architektur als beliebtes Reiseziel für Flitterwochen bekannt. Gleich neben dem historischen Teil findet man die Skyline des modernen Cartagena, wo vor allem der kolumbianische Tourist verweilt. Außerhalb der touristischen Zonen gibt es sehr viele sehr arme Nachbarschaften und Touristen sollten sich in diesen Gebieten nicht bewegen.

Geschichte:
Cartagena war der wohl wichtigste Hafen von Kolumbien, denn der Großteil der Güter wurden auf dem Magdalena Fluss, vom Hinterland zur Küste und in die entgegengesetzte Richtung transportiert, welcher bei Barranquilla ins Meer fließt. Während der Kolonialzeit wurden dann von Cartagena aus wichtige Rohstoffe, auch Gold, nach Europa verschifft. Der Reichtum der Hafenstadt sprach sich jedoch schnell herum und Cartagena wurde immer wieder angegriffen. Man entschied sich dann, die Stadt zu sichern und gewaltige Verteidigungsanlagen und Schutzwälle zu bauen.

Region:
Um Cartagena findet man eine Vielzahl von Inseln, welche meist privat sind. Für ausländische Besucher sind Ausflugsziele außerhalb der Stadt beschränkt.

Wirtschaft:
Die größten Wirtschaftszweige in Cartagena sind Tourismus, Industrie sowie Handel. Auch heute noch ist der Hafen von Cartagena einer der wichtigsten von Kolumbien.

Kunst, Kultur und Tourismus:
In Cartagena gibt es ein riesiges touristisches Angebot. Daher verweise ich auf meinen separaten Cartagena Reiseführer für einen holistischen Überblick.

Besonderes:
Cartagena hat nicht nur schöne Seiten und mich persönlich verbindet eine Hass-Liebe mit der Stadt. Im folgenden Video erkläre ich genaueres.

Barranquilla

Departement: Atlántico
Lage: Karibische Küste
Klima: 23-34° Celsius / 73-93° Fahrenheit
Bevölkerung: 1,2 Millionen
Fläche: 154 Quadratkilometer / 59 Quadratmeilen
Elevation: 18 Meter über Meer / 59 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 7. April 1813

Barranquilla ist die viertgrößte Stadt Kolumbiens und liegt strategisch gleich am Delta des Magdalena Flusses. Es ist eine typische Handelsstadt und einige deren Bewohner haben es zu einigem Reichtum gebracht. Es ist ebenfalls die Hauptstadt des Departements Atlántico. Barranquilla ist vor allem bekannt für seinen Karneval, welcher als zweitgrößter der Welt gilt und von der UNESCO anerkannt wurde. Ansonsten ist die Hafenstadt nicht als touristisches Ziel bekannt. Es finden jedoch Anstrengungen statt, die Stadt attraktiver zu machen. Man findet ebenfalls viele Libanesische Restaurants, welche auf entsprechende Migration zurück zu führen sind.

Geschichte:
Barranquilla wurde nicht während der Kolonialzeit gegründet, erste Erwähnungen datieren jedoch auf das Jahr 1533. In der Hafenstadt wurde die erste Fluggesellschaft gegründet, welche heute unter dem Namen Avianca bekannt ist.

Region:
Es gibt Anstrengungen, die Region um Barranquilla touristisch zu erschließen und es wurde verschiedene Naturzonen eingerichtet. Es wird inzwischen ebenfalls Vogelbeobachtung angeboten.

Wirtschaft:
Der Hafen von Barranquilla ist heute einer der wichtigste des Landes. Auch ist die Stadt heute das Wirtschaftszentrum der Karibik und verfügt über Wirtschaftszweige wie Industrie, Handel, Finanz und Fischerei. Einige der größten kolumbianischen Unternehmen wie Avianca, Reficar, Cementos Argos haben ihren Sitz in Barranquilla.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Wie bereits erwähnt, findet in Barranquilla der zweitgrößte Karneval nach Rio de Janeiro statt. In meinem Reisebericht erfährt Ihr mehr über diesen.

Santa Marta

Departement: Magdalena
Lage: Karibische Küste
Klima: 21-33° Celsius / 70-91° Fahrenheit
Bevölkerung: 500,000
Fläche: 2,393 Quadratkilometer / 924 Quadratmeilen
Elevation: 5 Meter über Meer / 16 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 29. Juli 1525

Santa Marta ist die Hauptstadt des Departementes Magdalena und ist ebenfalls sehr touristisch, wobei der Tourismus im Gegensatz zum Bruder Cartagena mehrheitlich aus Kolumbianern besteht. Die Stadt hat einen hübschen historischen Kern wo ebenfalls die Ausgangsmeile zu Hause ist. Im historischen Teil von Santa Marta findet man überdies einige hübsche Boutique Hotels. Die Stadt breitet sich über eine große Fläche aus und wird von verschiedenen Seiten her von Bergen flankiert. Das unmittelbare Gebirge der Sierra Nevada de Santa Marta ist mehrheitlich im Besitz der lokalen Ureinwohner und erreicht mit dem Pico Cristóbal Colón auf 5,700 Meter über Meer (18,700 Fuß über Meer) den höchsten Punkt in Kolumbien. Santa Marta ist der perfekte Ausgangspunkt für viele Freizeit- und Urlaubsaktivitäten.

Geschichte:
Santa Marta gilt als die älteste Stadt Latein Amerikas und wurde durch die Spanier gegründet. Das Gebiet wurde jedoch schon lange vorher durch die Taironas bewohnt. Die heutigen Indianerstämme sind die Kogi, die Arhuaco (Ika) sowie die Wiwa. Über die Jahrhunderte geschah das Übliche und die Ureinwohner wurden dezimiert und flohen schließlich in die Berge.

Obwohl Santa Marta als Hafenstadt prosperierte, wurde die lokale Bevölkerung durch verschiedene Ereignisse wie Krankheiten und Erdbeben teilweise wieder dezimiert. Bis 1995 gab es ebenfalls eine direkte Bahnlinie von Bogota nach Santa Marta, Fahrzeit 24 Stunden. Visionäre kolumbianische Politiker sahen jedoch in der Bahn keine Zukunft und der Betrieb wurde eingestellt. Santa Marta wurde eine Zeitlang ebenfalls durch den umliegenden Marihuana und Coca Anbau geprägt.

Region:
Santa Marta besitzt eine spektakuläre Region. An der Küste entlang Richtung Osten findet man den Tayrona Nationalpark, der wohl bekannteste Nationalpark Kolumbiens. Dort findet man ebenfalls traumhafte Strände. Ein anderer Höhepunkt ist die Sierra Nevada de Santa Marta mit der verlorenen Stadt, welche man in einem 4 Tage Marsch besuchen kann. Das ganze Gebiet ist eine Mischung von Küste und Gebirge, meiner Meinung nach absolut spektakulär.

Wirtschaft:
Santa Marta lebt vor allem vom Tourismus. Als Hafenstadt gibt es jedoch ebenfalls Handel, Fischerei sowie Landwirtschaft. Es werden Bananen, Kaffee, Cacao, Früchte sowie Yuca angebaut.

Kunst, Kultur und Tourismus:
In Santa Marta gibt es einiges zu Erleben und zu Entdecken. Daher verweise ich auf meinen Santa Marta Reiseführer für ausführlichere Informationen.

Riohacha

Departement: La Guajira
Lage: Karibische Küste
Klima: 21-35° Celsius / 70-95° Fahrenheit
Bevölkerung: 188,000
Fläche: 3,120 Quadratkilometer / 1,205 Quadratmeilen
Elevation: 5 Meter über Meer / 16 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 1547

Riohacha ist die Hauptstadt des Departements La Guajira und befindet sich direkt an der Küste zum Karibischen Meer. Die Region nördlich besteht vor allem aus Wüste und wird von den Wayuu bewohnt. Dies reflektiert sich auch in der Bevölkerungszusammensetzung der Stadt. Riohacha ist eine der Städte, welche ich eines der größten touristischen Potentiale zuschreibe. Die Strandpromenade verläuft in 2 Richtungen und hat je zwei Spuren wobei der Gehweg mit indigen Händlern gesäumt ist. Die Strandabschnitte sind riesig. Der Entwicklungsstand ist jedoch noch sehr bescheiden und die hohe Korruptionsrate lässt an schnellem Fortschritt zweifeln. Mit der unmittelbaren Nähe zu Venezuela sieht man in Riohacha die Flüchtlingskrise täglich mit eigenen Augen.

Geschichte:
Im 16ten Jahrhundert wurde im Meer um Riohacha nach Perlen getaucht und verschaffte der lokalen Bevölkerung ein einkommen. Francis Drake, der berühmte Pirat, attackierte dann die Stadt 1596, da zu damaliger Zeit Perlen einen großen Reichtum darstellten. 1769 rebellierten die in der Gegend ansässigen Wayuu und zwangen die lokalen Verwalter zu besseren Handelsbedingungen.

Region:
Das Departement La Guajira hat seine Grenzen bei Palomino, zum Karibischen Meer, zu Venezuela und zum Departement Cesar. Das führt dazu, dass La Guajira zum einen Teil aus Wüste besteht, jedoch auch Teile der Sierra Nevada de Santa Marta beinhaltet. Dazu kommt ein Teil der Serranía del Perijá, eine Bergkette welche ebenfalls die Grenze zu Venezuela bildet. Das Departement verfügt daher über verschiedenste Ökosysteme und unglaubliche Schönheit.

Wirtschaft:
La Guajira gilt als eines der ärmsten Departemente des Landes. Die Industrialisierung ist nicht sehr ausgeprägt. Neben der Förderung von Kohle sind Tourismus und Handel Haupteinnahmequellen. Gemäß nicht bestätigten Aussagen ist die Korruptionsrate dermaßen hoch, dass lokale Politiker im Verbund mit Unternehmen (ebenfalls internationale Rohstoffgiganten) am Staat vorbei wirtschaften und Vertreibungen, Wasserdiebstahl und weitere schwere Vergehen keine Seltenheit darstellen.

Kunst, Kultur und Tourismus:
La Guajira ist touristisch eine wahre Perle. Wer ein bisschen Abenteuergeist mitbringt und auch auf das 5 Sterne Hotel verzichten kann, sollte diese Region unbedingt erkunden. Mehr Informationen findet man in meinem La Guajira Reiseführer.

Besonderes:
In dem zu La Guajira gehörenden Teil der Sierra Nevada de Santa Marta leben ebenfalls diverse indigenen Stämme. Die Wüste wird mehrheitlich durch die Wayuu bewohnt und gilt als deren Territorium. Es sollte von Reisen auf eigene Faust abgesehen werden.

Kolumbianische Städte an der Pazifikküste

Buenaventura

Departement: Valle del Cauca
Lage: Pazifikküste
Klima: 19-34° Celsius / 66-93° Fahrenheit
Bevölkerung: 430,000
Fläche: 6,078 Quadratkilometer / 2,347 Quadratmeilen
Elevation: 5 Meter über Meer / 16 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 14 Juli 1540

Buenaventura ist die wichtigste Hafenstadt zum Pazifischen Meer und auch einer der wenigen direkten Zugänge. Der lokale Hafen hat dementsprechend große Wichtigkeit für Kolumbien. Die lokale Bevölkerung ist mehrheitlich Afro-Kolumbianisch. Buenaventura ist kein Schmuckstück, bietet jedoch Transportmöglichkeiten an sämtliche Destinationen an der Pazifischen Küste. Auch mit hervorragenden Spanisch Kenntnissen ist es teilweise unmöglich, die lokale Bevölkerung zu verstehen.

Geschichte:
Buenaventura wurde zuerst als Hafen für die Fluss Befahrung gegründet. Die Funktion als Meerhafen wurde erst um 1819 aufgenommen.

Region:
Die Region um Buenaventura ist mehrheitlich wilde Pazifische Küste. Es gibt dazu einige Inseln, darunter Malpelo. Man kann von Buenaventura aus einige spektakuläre und touristisch kaum erschlossene Destinationen erreichen. Die alte Straße nach Cali gilt zudem als El Dorado für Vogelbeobachter. Die Region wird momentan jedoch teilweise als unsicher eingestuft.

Wirtschaft:
Als wichtigste Hafenstadt zum Pazifik ist der Handel eine der wichtigsten Einnahmequellen. 60% der Güter werden über diesen Hafen abgewickelt. Dazu kommen Fischerei, Rohstoffgewinnung (Gold) sowie Tourismus.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Buenaventura ist bekannt für sein gutes Essen und den frischen Fisch. Wer einmal die Pazifikküste besuchte, weiß um deren Magie. Als eine der feuchtesten Zonen weltweit, gilt die Region außerdem als eine der biodiversten. Von der Walbeobachtung über Vogelbeobachtung und Erkundung von seltenen Pflanzen und Tieren bietet diese Region einiges an Abwechslung.

Kolumbianische Städte in den Anden

Bogotá

Departement: Cundinamarca
Lage: Östliche Anden
Klima: 7-20° Celsius / 45-68° Fahrenheit
Bevölkerung: 10 Millionen
Fläche: 1,587 Quadratkilometer / 613 Quadratmeilen
Elevation: 2,640 Meter über Meer / 8,661 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 6. August 1538

Bogota ist nicht nur das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Kolumbiens, sondern auch seit Jahren meine Heimat. Die Stadt in den Anden hat einiges zu bieten und man kann locker eine Woche hier verbringen, ohne sich zu langweilen. Die Staus sind legendär und die Lokalbevölkerung verliert jeden Tag Stunden mit pendeln. Die Verkehrsinfrastruktur kann die Massen nicht verarbeiten und uralte Busse lassen ganze Straßen teilweise in dickem Rauch versinken. Dennoch bietet Bogota eine Vielfalt, von welcher andere Städte nur träumen können.

Geschichte:
Die Ebene von Bogota wurde früher durch die Muiscas bewohnt. Die goldsuchenden Spanier erreichten die Region um 1537. Die Expedition startete 1536 von Santa Marta 800 Mann stark und erreichte ihr Ziel mit nur 162 übriggebliebenen.

Es ist außerdem noch nicht so lange her, da wurde die Stadt von den FARC Rebellen belagert und eine terrestrische Reise aus der Stadt war ein großes Risiko. In den 2000 Jahren wurden die FARC jedoch in ganz Kolumbien in Randgebiete zurückgeschlagen und heute ist ein Friedensvertrag in Kraft. Von Bogota aus kann man inzwischen beinahe ganz Kolumbien sicher mit dem Auto bereisen.

Region:
Bogota ist Flächen massig riesig und der Stadt zu entfliehen kann aufgrund des Verkehrs durchaus Stunden dauern. Das Umland bietet jedoch sehr spannende Destinationen. Von Paramos über Berge, zu tieferen und heißen Regionen und koloniale Städten sowie Nationalparks ist das Angebot riesig. Viele einheimische Familien reisen an Wochenenden in nahe gelegene Städte, um in ländlichen Restaurants zu Mittag zu essen, Naturschutzgebiete oder kulturelle Attraktionen zu besuchen und einen erholsamen Urlaub zu verbringen.

Wirtschaft:
Als wirtschaftliches Zentrum findet in Bogota 25% der nationalen Wertschöpfung statt. 20% sämtlicher Unternehmen sind in der Hauptstadt registriert.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Bogota bietet eine unglaubliche Vielfalt an touristischen und kulturellen Angeboten. In meinem Bogota Reiseführer findet man mehr Informationen zum Thema.

Medellin

Departement: Antioquia
Lage: Zentrale Anden
Klima: 16-28° Celsius / 61-82° Fahrenheit
Bevölkerung: 2,5 Millionen
Fläche: 382 Quadratkilometer / 147 Quadratmeilen
Elevation: 1,500 Meter über Meer / 4,921 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 2 März 1616

Medellin wird auch als die Stadt des ewigen Frühlings bezeichnet. Das Klima ist mild und sehr angenehm. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass sich die Verschmutzung nur selten aus dem Tal verabschiedet und man vielfach von einem Smog Dach bedeckt ist. Die Stadt verfügt über moderne Infrastruktur und gilt als Innovationszentrum des Landes. Viele ausländische Reisende, digitale Nomaden, Backpacker sowie Pensionierte wurden in den letzten Jahren von der Stadt in ihren Bann gezogen. Die Folgen sind Gentrifizierung sowie diverse Arten von Prostitution. Eigentlich mag ich Medellin, habe jedoch ein ambivalentes Verhältnis entwickelt, da es meiner Meinung nach zu viele „hässliche“ Ausländer in der Stadt gibt und dies mit steigender Tendenz.

Geschichte:
Von 1900 bis 1950 vervielfachte sich die Bevölkerung in Medellin aufgrund der Industrialisierung um ein mehrfaches. Die Stadt etablierte sich zu einem Umschlagplatz für Gold und Kaffee. Medellin erlangte vor allem Berühmtheit durch Pablo Emilio Escobar Gaviria, welcher mit seinem Medellin Drogenkartell zum reichsten Mann der Welt aufstieg. Seinem Treiben wurde jedoch am 2. Dezember 1993 mit seiner Erschießung ein Ende gesetzt. Obwohl geschätzte 15,000 Tote direkt oder indirekt auf sein Konto gehen, wird dank globalem medialen Einfluss ein verzerrtes Bild widerspiegelt. Die Mehrzahl der Kolumbianer wünschen sich das Kapital des Monsters und Massenmörders aus der Geschichte gelöscht. Die Vielzahl an ignoranten ausländischen Touristen die jedoch nach einer Pablo Escobar Tour oder nach anderweitigen in Verbindung stehenden Aktivitäten lechzen, lassen die Kolumbianer den Schmerz nur schwer verarbeiten.

Region:
Die Region um Medellin ist zu jeder Himmelsrichtung sehr spannend. Mit einem Kleinflugzeug ist man in Kürze an der Pazifischen Küste. Ebenfalls befinden sich verschiedene historische Kolonialstädte in unmittelbarer Nähe. Das Kaffeedreieck ist ebenfalls zum Greifen nah.

Wirtschaft:
Nach Bogota ist Medellin das zweitgrößte Wirtschaftszentrum Kolumbiens. Es werden rund 8% der nationalen Wertschöpfung des Landes erreicht. Die Textilindustrie, Metallverarbeitung sowie Elektronik bilden einige der größten Sektoren.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Für eine Übersicht über die verschiedenen Angebote verweise ich auf meinen detaillierten Medellin Reiseführer.

Cali

Departement: Valle del Cauca
Lage: Westliche Anden
Klima: 16-31° Celsius / 61-88° Fahrenheit
Bevölkerung: 2,5 Millionen
Fläche: 564 Quadratkilometer / 218 Quadratmeilen
Elevation: 1,018 Meter über Meer / 3,340 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 25 Juli 1536

Cali ist sicherlich nicht die schönste und sicherste Stadt Kolumbiens und mit ihrem Eintrag in den Top 40 gefährlichsten Städte der Welt gewinnt diese ebenfalls keinen Preis. Als Welthauptstadt des Salsa und mit einem kaum zu schlagenden kulinarischen Angebot katapultiert sich Cali jedoch wieder in die Pole Position. Ich kann es schwer erklären, aber etwas Unbegreifliches zieht Besucher in ihren Bann und viele Touristen stranden und kommen nur schwer wieder weg. Wer schon einmal dort war und nach ein paar Salsa Stunden das Nachtleben stürmte, kann meine Gefühle nachempfinden.

Geschichte:
Cali war lange nur eine Kleinstadt. Mit der Eröffnung des Panamakanals und der Eröffnung einer Eisenbahnstrecke um 1915 wurde jedoch ein Wachstum initiiert. In den folgenden Jahren entstanden dann Verbindungen nach Bogota und Buenaventura, welche das Wachstum weiter antrieben. Das Cali Kartell war zudem direkte Konkurrenz zum Medellin Kartell in den 90er Jahren.

Region:
Cali mit seiner Nähe zur Pazifischen Küste verfügt über eine spektakuläre Natur. Der Calima See, nur rund eine Autostunde entfernt, bietet rund 300 Tage Wind und ist perfekt zum Wind- oder Kitesurfen.

Wirtschaft:
Cali und das Departement bilden die drittgrößte wirtschaftliche Kraft in Kolumbien. Der nahe Seehafen macht Cali vor allem zu einer florierenden Handelsstadt. Zudem wird in der Region Zuckerrohe angebaut.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Wie bereits erwähnt, ist Cali vor allem vor Salsa tanzen bekannt. Es ist außerdem die attraktivste Stadt für urbane Vogelbeobachtung. Das Viertel San Antonio ist sicherlich das touristischste und verfügt über Tanzschulen, Hotels, Hostals, Restaurants und einen beliebten Aussichtspunkt.

Popayan

Departement: Cauca
Lage: Zentrale Anden
Klima: 12-25° Celsius / 54-77° Fahrenheit
Bevölkerung: 300,000
Fläche: 512 Quadratkilometer / 198 Quadratmeilen
Elevation: 1,760 Meter über Meer / 5,774 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 13. Januar 1537

Popayan ist die Hauptstadt des Departement Cauca und wird auch die weiße Stadt genannt und ist wunderschön. Das historische Zentrum ist perfekt zu Fuß zu erkunden und bietet ein perfektes Ambiente. Als Studentenstadt leidet die Destination jedoch auch unter entsprechenden Demonstrationen, bei welchen die historischen Gebäude leider auch regelmäßig mit Schmierereien versaut werden. Wohl ein Beweis, dass Studenten nicht immer auch schlau sind. Popayan wurde ebenfalls von der UNESCO für seine Gastronomie ausgezeichnet.

Geschichte:
Auch Popayan wurde durch die Spanier gegründet, das Gebiet war jedoch ebenfalls bereits vorher bevölkert. Die Eigentümer von verschiedenen Goldminen ließen sich in Popayan nieder, was zu prächtigen Bauten führte.

Region:
Die Region um Popayan bietet ebenfalls prächtige Natur, ist jedoch seit Jahren instabil. Verschiedene bewaffnete Gruppen sind aktiv und die Situation ist sehr kompliziert. Das letzte Mal als ich dort war, gab es auf der Straße alle gefühlte 10 Km einen Militär Checkpoint.

Der Nationalpark Puracé ist für die Beobachtung des Condors bekannt. Es handelt sich dabei um Territorium von lokalen Indigenen. Lokale Reiseveranstalter denunzieren die lokalen Eingeborenen teilweise als besoffene Hinterwäldler. Dem ging ein Streit über eine Zutrittsbeschränkung für mehr als 30 Touristen am Tag voraus, welche von den Reiseveranstaltern wiederholt missachtet wurde. Es gibt jedoch auch Berichte, dass die Fütterung des Condors durch die Lokalen nicht täglich und sachgerecht vorgenommen wird.

Wirtschaft:
Cauca gehört zu einem der ärmsten Departemente des Landes und verfügt nicht über wesentliche Industrialisierung. Neben Landwirtschaft werden Einnahmen aus Handel und Tourismus generiert.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Popayan bietet ein El Dorado für Liebhaber kolonialer Geschichte. Es gibt eine wunderbarsches Stadtzentrum zu bestaunen, sowie die dazugehörigen Kirchen. Gleich neben dem kolonialen Zentrum gibt es den Aussichtspunkt der 3 Kreuze sowie den Morro del Tulcán, welcher jeweils zu Sonnenuntergang sehr gut besucht ist. Des Weiteren gibt es ein gutes kulinarisches Angebot. Dazu gibt es immer wieder „Die Nacht der Museen“, wo die Innenstadt gesperrt wird und Restaurants auf den Straßen aufstuhlen. Dazu gibt es Straßen Künstler.

Pasto

Departement: Nariño
Lage: Zentrale Anden
Klima: 9-17° Celsius / 48-63° Fahrenheit
Bevölkerung: 400,000
Fläche: 1,181 Quadratkilometer / 456 Quadratmeilen
Elevation: 2,520 Meter über Meer / 8,268 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 24. Juni 1537

San Juan de Pasto ist die Hauptstadt des Departements Nariño. Es liegt ganz im Süden des Landes und bietet direkte Aussicht auf den Vulkan Galeras, welcher jedoch meistens bewölkt und dazu militärisches Sperrgebiet ist. Die letzte Eruption war 1993.

Geschichte:
In Pasto gibt es keinen Simón Bolívar Platz. Dies, weil die lokale Bevölkerung sich gegen den großen Befreier auflehnte und sich seiner Tyrannei nicht unterwerfen wollte. Im Jahr 1861 während eines Bürgerkrieges wurde Pasto ebenfalls für 6 Monate zur nationalen Hauptstadt deklariert.

Region:
Die Region um Pasto ist unglaublich spannend. Mit der Lagune „La Cocha“ verfügt Narino über das zweitgrößte natürliche Gewässer des Landes. Es gibt dazu diverse Vulkane. Das Department erstreckt sich jedoch bis zur Pazifikküste. Die Küstenstadt Tumaco galt lange als brandgefährlich aufgrund der Drogenproduktion und dessen Handel. Bei meinem letzten Besuch war jedoch alles voll mit Militär und Polizei und es schien relativ sicher zu sein. Ebenfalls hat sich der Ort inzwischen als Wochenenddestination für Strand- und Partyurlaub für Kolumbianer etabliert. Die Grenze zu Ecuador ist außerdem nur ein Steinwurf entfernt.

Wirtschaft:
Landwirtschaft macht nach wie vor einen großen Teil der Wirtschaft aus. Dazu kommt ein intensiver Handel mit Ecuador. Obwohl das Gebiet spektakulär ist, ist der Tourismus nach wie vor klein.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Pasto bietet im historischen Zentrum einige Sehenswürdigkeiten, erschöpft sich danach jedoch relativ rasch. Erwähnenswert ist der berühmte Karneval der Schwarzen und Weißen, welcher ebenfalls von der UNESCO anerkannt ist. Im Süden findet man die Kathedrale Las Lajas, welche meiner Meinung nach absolut spektakulär ist. Das Gebiet ist außerdem ideal für Aktivitäten in der freien Natur.

Manizales

Departement: Caldas
Lage: Zentrale Anden
Klima: 11-22° Celsius / 52-72° Fahrenheit
Bevölkerung: 440,000
Fläche: 571 Quadratkilometer / 220 Quadratmeilen
Elevation: 2,160 Meter über Meer / 7,087 Fuß
Gründungsjahr: 12. Oktober 1849

Manizales ist die Hauptstadt des Departements Caldas und Mitglied der Kaffeezone. In Kolumbien auch bekannt unter „El Paisaje Cultural Cafetero de Colombia (PCC)“, welches ein Kulturerbe der UNESCO darstellt. Die Stadt ist in unmittelbarer Nähe des Nevado del Ruiz gebaut, einem noch aktiven Vulkan. Dementsprechend gibt es einige Thermalbäder die einen Ausflug wert sind. Die Stadt ist außerdem auf einem Hügel gebaut und die Straßen sind dadurch teilweise super steil.

Geschichte:
Von 1950 bis 1970 war Manizales das Epizentrum des Kaffees in Kolumbien. In den 90er Jahren entschied sich die lokale Politik jedoch zu diversifizieren und weitere Wirtschaftssektoren aufzubauen. Seit 2018 gilt Manizales zudem als Stadt, wo sich am einfachsten ein Geschäft aufbauen lässt.

Region:
Manizales besitzt eine spektakuläre Landschaft und reicht vom Vulkan bis zum Kaffeeanbaugebiet. Die Verbindungswege sind ebenfalls sehr gut, da die restliche Region mit einer Autobahn gut erschlossen ist. Manizales ist meist kalt und regnerisch, daher ist der Flugbetrieb nur beschränkt verlässlich. Ein neuer Flughafen ist jedoch im Bau und soll bessere Verbindungen in Zukunft sicherstellen.

Wirtschaft:
Neben Kaffee bildet heute auch der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Des Weiteren werden Schnaps, Schuhe, Reifen, Schokolade und weitere Produkte hergestellt.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Manizales und die Region bieten eine Vielzahl von Aktivitäten, darunter ein renommiertes jährliches Festival. Für mehr Details verweise ich auf meinen Reiseführer der Kaffeezone.

Pereira

Departement: Risaralda
Lage: Zentrale Anden
Klima: 17-27° Celsius / 63-81° Fahrenheit
Bevölkerung: 500,000
Fläche: 702 Quadratkilometer / 271 Quadratmeilen
Elevation: 1,411 Meter über Meer / 4,629 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 30. August 1863

Pereira ist die Hauptstadt des Departements Risaralda und Mitglied der Kaffeezone. In Kolumbien auch bekannt unter „El Paisaje Cultural Cafetero de Colombia (PCC)“, welches ein Kulturerbe der UNESCO darstellt. Pereira ist dazu das meist besiedelte Gebiet der Kaffeezone.

Geschichte:
Das Gebiet um die Stadt wurde bereits in der Pre-Kolumbianischen Ära von den Quimbaya und den Pijao bewohnt. 1920 gab es dazu eine Migrationswelle aus Antioquia, angezogen durch die guten ökonomischen Möglichkeiten im Kaffeeanbau.

Region:
In der Region um Pereira gibt es herrliche Landschaften und Kaffeeanbau. Es gibt außerdem eine Verbindungsstraße nach Quibdó, der Hauptstadt des Chocó.

Wirtschaft:
Die Wirtschaft der Stadt und der Region ist gut diversifiziert. Durch seine geographische Lage entwickelte sich das Handelsgeschäft und Dienstleistungen prächtig.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Pereira und die Region bieten eine Vielzahl an Angeboten. Für mehr Details verweise ich auf meinen Reiseführer der Kaffeezone.

Armenia

Departement: Quindío
Lage: Zentrale Anden
Klima: 15-28° Celsius / 59-82° Fahrenheit
Bevölkerung: 300,000
Fläche: 650 Quadratkilometer / 251 Quadratmeilen
Elevation: 1,551 Meter über Meer / 5,089 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 14. Oktober 1889

Armenia ist die Hauptstadt des Departements Quindío und Mitglied der Kaffeezone. In Kolumbien auch bekannt unter „El Paisaje Cultural Cafetero de Colombia (PCC)“, welches ein Kulturerbe der UNESCO darstellt. Armenia ist die wohl bekannteste Stadt unter ausländischen Reisenden, denn die Destinationen Salento und das Cocora Tal befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Geschichte:
Das Gebiet wurde 500 Jahre vor Christus von den Quimbaya-Ureinwohnern bewohnt, die nach der Eroberung verschwanden. Die Stadt wurde 1889 gegründet, nachdem die Kolonisten aus Antioquia, Cauca und dem Cundiboyacense-Plateau in die Region gekommen waren.

Region:
Die Region um Armenia ist hügelig und steigt dann bei den zentralen Kordilleren stark an. Das Gebiet ist wunderschön und touristisch bereits gut erschlossen. Es gibt eine Verbindungsstraße nach Tolima, welche je nach Witterung aufgrund von Erdrutschen oder Unfällen auch regelmäßig geschlossen wird.

Wirtschaft:
Tourismus ist in Armenia und im ganzen Departement bereits gut erschlossen. Des Weiteren wird Landwirtschaft und Handel betrieben.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Armenia und die Region bieten eine Vielzahl an Angeboten. Für mehr Details verweise ich auf meinen Reiseführer der Kaffeezone.

Valledupar

Departement: Cesar
Lage: Östliche Anden
Klima: 17-36° Celsius / 63-97° Fahrenheit
Bevölkerung: 500,000
Fläche: 4,977 Quadratkilometer / 1,922 Quadratmeilen
Elevation: 180 Meter über Meer / 591 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 6. Januar 1550

Valledupar ist die Hauptstadt des Departements Cesar und wird in Kolumbien der Karibischen Küste zugerechnet, befindet sich jedoch rund 90 Kilometer von der Küste entfernt. Des Weiteren befindet sich Valledupar auch der Rückseite der Sierra Nevada de Santa Marta. Auf der anderen Seite erhebt sich die Serranía del Perijá.

Geschichte:
Vor der spanischen Kolonialisation wurde das Gebiet durch die Chimilas bewohnt. Während und nach dem zweiten Weltkrieg wanderten zudem viele Deutsche, Franzosen sowie Italiener nach Valledupar ein. In den 80er Jahren wurde das Gebiet von einer Welle der Gewalt heimgesucht. Die bewaffneten Gruppen in den Bergen wurden in den 2000er Jahren jedoch demobilisiert.

Region:
Die ganze Region um Valledupar ist absolut spektakulär und kann mit dem Gebiet um die Rocky Mountains oder die Schweizer Alpen verglichen werden. Man hat daher auch die Möglichkeiten vom Flachland aus entweder an die Küste zu fahren oder die Berge zu besuchen.

Wirtschaft:
Im Gebiet gibt es Landwirtschaft, Viehzucht und Handel. Außerdem profitiert die Stadt von den 2 großen Kohleminen Cerrejon und Drummond.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Touristisch ist Valledupar sowie die ganze Region noch sehr unentdeckt, obwohl das Gebiet spektakulär ist. Die Flüsse aus der Sierra Nevada sind glasklar und die natürlichen Pools erinnern an das Verzascatal in der Schweiz. Außerdem gibt es ein riesiges Potential für Vogelbeobachtung.

Bucaramanga

Departement: Santander
Lage: Östliche Anden
Klima: 18-29° Celsius / 64-84° Fahrenheit
Bevölkerung: 600,000
Fläche: 162 Quadratkilometer / 63 Quadratmeilen
Elevation: 959 Meter über Meer / 3,146 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 22. Dezember 1622

Bucaramanga ist eine sehr gut organisierte und aufgeräumte Stadt. Sie ist zudem die Hauptstadt des Departements Santander. Für Ausländer, welche nach Kolumbien auswandern möchten, sollte diese Stadt sicherlich in Betracht gezogen werden. Nicht nur verfügt die Stadt über gute Infrastruktur und Bildungsangebote, sondern verfügt in der Region über spektakuläre Naturschätze.

Geschichte:
Die Ureinwohner in der Region vor dem Erscheinen der Spanier waren die Guanes. Das Dorf wuchs bis zu seiner offiziellen Gründung im Jahr 1622. Die Straßen wurden vom berühmten Jose Celestino Mutis mit seiner Botanischen Expedition und dann von Simon Bolivar befahren. 1857 wurde Bucaramanga als Hauptstadt von Santander benannt.

Region:
Die Region um Bucaramanga bietet unglaubliche Diversität. Man findet koloniale Dörfer, darunter Barichara, welches als das schönste koloniale Dorf Kolumbiens gilt. Weiter findet man die Chicamocha Schlucht, welche über 227 Kilometer (141 Meilen) lang ist und an der tiefsten Stelle über 2 Kilometer (6,600 Fuß) misst. San Gil, welches ebenfalls nahe liegt, gilt als die kolumbianische Risikosportart Destination schlechthin.

Wirtschaft:
Bucaramanga ist wirtschaftlich gut diversifiziert. Es gibt Agroindustrie, Viehzucht, Brauereien, Öl, Minen sowie Industrie.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Bucaramanga selber ist nicht großartig als Touristenziel bekannt, jedoch die Region Santander. Der „cañón del Chicamocha“, San Gil sowie Barichara sind wahre Touristenmagnete. Ebenfalls ist die Region um La Mesa de los Santos außerordentlich beliebt. Man kann von dort aus mit einem Gondellift die Schlucht hinunterfahren und auf der anderen Seite wieder hoch.

Besonderes:
Eher eine lustige Besonderheit ist der Ruf der Frauen, der „Santandereanas“. Man sagt ihnen nach, dass diese „brava“ seien, was frei übersetzt soviel heißt wie wild oder temperamentvoll. Man sagt in Kolumbien, dass einem die Frauen von Santander jeweils direkt und ohne Umschweife die Meinung sagen. Ich persönlich kann dies teilweise bestätigen.

Übrige Städte in Kolumbien

Yopal

Departement: Casanare
Lage: Orinoco
Klima: 21-34° Celsius / 70-93° Fahrenheit
Bevölkerung: 170,000
Fläche: 2,771 Quadratkilometer / 1,070 Quadratmeilen
Elevation: 350 Meter über Meer / 1,148 Fuß über Meer
Gründungsjahr: 22. Februar 1915

Yopal ist die Hauptstadt des Departementes Casanare, welches ein Teil der Orinoco und der Llanos ist. Die Stadt ist in den letzten Jahren stark gewachsen und ist nicht unbedingt eine Perle. Öffentliche Plätze sind nicht unbedingt besuchenswert. Die lokale Gastronomie hat jedoch eine Besonderheit. Da Viehzucht eine der Hauptindustrien ist, bekommt man vielerorts köstliches Rindfleisch. Die Spezialität heißt „Mamona“. Ebenfalls köstlich ist Wasserschwein.

Geschichte:
Das Gebiert gehörte früher zum Departement Boyacá, wurde jedoch am 4. Juli 1991 zum selbständigen Departement erklärt. Vor dem 19ten Jahrhundert wurde das Gebiet mehrheitlich durch Indigene bewohnt. Im Verlauf der Zeit nahm die Immigration zu und die Viehzucht entstand.

Region:
Die Llanos ist eine weite Ebene, welche bis nach Venezuela reicht. Die Region besitzt eine unglaubliche Vielfalt an spannenden Tieren, welche neben der Viehzucht lebt.

Wirtschaft:
In Casanare machen die Viehzucht, Monokulturen und Öl den größten Teil der Einnahmen aus. Tourismus ist jedoch am wachsen.

Kunst, Kultur und Tourismus:
Für die Region habe ich einen eigenen Llanos Reiseführer geschrieben, auf den ich hier gerne verweise.

Kolumbien Reiseführer

Wer inzwischen überzeugt ist, das Kolumbien angesteuert werden soll, dem biete ich unten noch einige Navigationshilfen.

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